„Digitale Agenda Wien“ gewinnt Publikumspreis für Online-Partizipation 2015

Frankfurt am Main, Wien und EXTRAPOL mit Partizipationspreis ausgezeichnet

Die Beteiligungsplattform der Stadt Frankfurt am Main, „Frankfurt fragt mich“ gewinnt den diesjährigen Preis für Online-Partizipation. Verliehen wurde die Auszeichnung für Online-Bürgerbeteiligung im deutschsprachigen Raum am 5. Mai auf dem Verwaltungskongress Effizienter Staat in Berlin. Mit ihr ehren die ]init[ AG für digitale Kommunikation, der Behörden Spiegel und die polidia GmbH (politik.de) seit vier Jahren Projekte öffentlicher Einrichtungen, die Spuren hinterlassen und Menschen bewegen.

Publikumspreis: „Digitale Agenda Wien“

Den Publikumspreis gewann in diesem Jahr das Projekt „Digitale Agenda Wien“. Im Online-Voting auf politik.de gaben die Nutzer dem Beteiligungsportal die meisten Stimmen. Zwölf Projekte standen zur Auswahl. Julia Kleber, Projektleiterin von politik.de, betonte: „Die ‚Digitale Agenda Wien‘ entwickelt die neue IKT-Strategie der Stadtverwaltung in einem offenen und inklusiven Prozess. Der Beteiligungsprozess bekam viel Beachtung durch die Öffentlichkeit und zeigte, wie gesellschaftsrelevante Themen modern gestaltet werden.“  

Verleihung des Publikumspreises an „Digitale Agenda Wien“ (v.l.n.r.): Carsten Köppl, Behörden Spiegel; Thomas Schuhböck, Magistratsdirektion der Stadt Wien; Julia Kleber, Projektleiterin politik.de bei der polidia GmbH; Maik Farthmann, ]init[ AG

 

Hauptpreis: „Frankfurt fragt mich“

Stellvertretend für die unabhängige Expertenjury hob Ansgar Klein, Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, in der Laudatio hervor, weshalb das Frankfurter Projekt ausgewählt wurde: „Das Projekt ‚Frankfurt fragt mich‘ überzeugte mit seiner fachlichen Anwendung. Entscheidend war, dass die stark genutzte Plattform viele wichtige Maßnahmen an einer Stelle bündelt und integriert. Zudem hat das Projekt eine große Vorbildfunktion für andere Verwaltungen, da die Lösung gut auf andere Behörden, Städte und Gemeinden übertragen werden kann.“ 

Verleihung des Jurypreises an "Frankfurt fragt mich" (v.l.n.r.): Maik Farthmann, ]init[ AG; Ansgar Klein, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement; Stadtrat Jan Schneider, Stadt Frankfurt am Main; Hella Dunger-Löper, Bevollmächtigte beim Bund, Europabeauftragte des Landes Berlin und Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement; Carsten Köppl, Behörden Spiegel

 

Sonderpreis: „EXTRAPOL 2.0“

Mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Wissensmanagement und interne Partizipation“ zeichnete die Jury das Projekt Extrapol 2.0 aus. Das gemeinsame Extranet der deutschen Polizeien überzeugte die Jury in mehrfacher Hinsicht, so Ansgar Klein: „Das Gewinnerprojekt Extrapol 2.0 zeichnet sich durch seine sehr hohe Auslastung aus. Damit ist es ein praxisbewährtes Modul für den polizeilichen Alltag, das nicht nur von der Polizei in Rheinland-Pfalz, sondern auch von den Polizeien der anderen Länder und des Bundes genutzt wird.“

Verleihung des Sonderpreises an "Extrapol 2.0" (v.l.n.r.): Maik Farthmann, ]init[ AG; Ansgar Klein, Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement; Heike Raab, Staatssekretärin im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur und Beauftragte für Informationstechnologie des Landes Rheinland-Pfalz; Roland Becker, Gesamtkoordination Extrapol, Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz, Carsten Köppl, Behörden Spiegel

 

Über den Preis für Online-Partizipation

Der Preis für Online-Partizipation, gestiftet von ]init[, dem Behörden Spiegel und der polidia GmbH, will dazu beitragen, die Kultur der Teilhabe an Verwaltung zu stärken.

Mit ihm wird der stetig wachsenden Bedeutung von Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Prozessen Rechnung getragen. Ziel ist es, Partizipation als Instrument und Prinzip in Verwaltung und Politik nachhaltig zu fördern. Der Preis bietet erfolgreichen Projekten aus Bund, Ländern und Kommunen eine breite Öffentlichkeit und trägt so zu einer stärkeren Förderung der Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen bei.

Der Preis für Online-Partizipation wird 2015 zum vierten Mal verliehen.

 Mitglieder der Expertenjury

Der Jurypreis wurde von einer Fachjury bestimmt. Ihr gehören an:

  • Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) 
  • Dr. Peter Parycek, Zentrumsleiter - Zentrum für E-Governance, Donau-Universität Krems 
  • Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement 
  • Julia Kloiber, Open Knowledge Foundation Deutschland
  • Sigrid Karck, Stadt Ludwigshafen, Preisträger Preis für Online-Partizipation 2014

Rückblick