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Wirtschaft und Finanzen
15.08.03, 17:05 # 1 (permalink)
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Beverly
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Beverly
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Tauschringe als Weg aus der Misere
Die Dienstleistungen umfassen ein breites Spektrum, so gibt es beim LETS München, einer Tauschbörse mit 600 Mitgliedern
Atemschulung
Babysitten
Computerhilfe
Dolmetschen (23 Sprachen)
Elektroreparaturen
Fußpflege
Gartenarbeit
Heilkunde
Internet
Jonglieren
Kuchenbacken
Lebensberatung
Musikunterricht
Nähen
Organisieren
Partyservice
QiGong
Recherchen
Seidenmalerei
Tanzen
Umzüge
Vollwertküche
Wohnungsrenovierung
Xylophon
Yoga
Zeichnen
siehe http://www.lets-muenchen.de
Zur Philosophie steht bei LETS:
LETS steht für Local Exchange Trading System und ist ein nachbarschaftliches und kooperatives Tauschsystem. Es verrechnet den Tausch von Diensten und Dingen zwischen den Teilnehmer/innen mit einer alternativen Zeit-Währung (Talente). Der Vorteil von LETS gegenüber sonstigem Tausch (wie du mir, so ich dir) ist, daß kein direkter Tauschpartner notwendig ist, der im Gegenzug gerade das anbietet, was ich brauche.
LETS ist weltweit verbreitet. In München wurde LETS Ende 1993 gegründet. Das LETS Tauschnetz München ist eine Selbsthilfeinitiative von Bürger/innen, die sich eigenverantwortlich organisieren.
Warum LETS?
Die Lebensqualität der Einzelnen, ihre sozialen Sicherheiten und die Umwelt sind durch die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung und ihre Zwänge gefährdet. Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird immer größer. Die Arbeitslosenzahl nimmt ständig zu, und die Grundlagen unseres Lebens werden dem Profit geopfert.
Was will LETS ?
* eine neue Kultur des Gebens und Nehmens aufbauen
* eigenverantwortliches, solidarisches und kommunikatives Handeln unterstützen
* soziale Netze und Nachbarschaft fördern
* mehr Unabhängigkeit vom Arbeits- und Geldmarkt erlangen
* eine gerechtere Verteilung von Arbeit und Werten erlangen
* alternatives Wirtschaften testen, neue Arbeitsformen erproben und ökonomisches Umdenken anregen
* Erhalt und Wiederverwendung von Sachwerten durch Reparatur, Teilen, Leihen, Verschenken und Tausch
Hierbei können wir unsere vielfältigen Fähigkeiten innerhalb des Tauschnetzes einsetzen und entwickeln. Dadurch entsteht eine Fülle von Angeboten, mehr Lebensqualität - und außerdem macht Tauschen Spaß!
15.08.03, 17:13 # 2 (permalink)
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Skull
woaussie-
Skull
woaussie
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Das Prinzip ist simpel:
...
Die Dienstleistungen umfassen ein breites Spektrum, so gibt es beim LETS München, einer Tauschbörse mit 600 Mitgliedern
...
Zur Philosophie steht bei LETS:
...
Auf der Website von LETS München sind noch Adressen weiterer Tauschringe im ganzen Bundesgebiet.
mfg
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke.
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15.08.03, 17:15 # 3 (permalink)
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Beverly
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Beverly
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Tauschringe im Kommen
Wi daun wat
Suche Hemdenbügler, biete Körpermassage – das ist das Motto, nach dem viele Menschen leben, um der Abhängigkeit vom Geld zu entfliehen. Deswegen erfreuen sich Tauschringe immer größerer Beliebtheit. Aber die Idee des Tauschens ist nicht neu. Neben Deutschland gibt es auch in anderen Ländern, wie England oder Australien, bereits eine Vielzahl sogenannter LETS (Local Exchange and Trading Systems). Seit Mitte der neunziger Jahre sind in Deutschland mehr als 300 Tauschringe gegründet worden, in denen die Mitglieder Waren, Dienstleistungen oder Wissen mit Hilfe einer eigenen „Währung“ tauschen. In den Jahren 1995/96 kam es zu einem Gründungsboom.
Nach dem Prinzip von Geben und Nehmen handeln auch die Teilnehmer des Tauschrings „Wi daun wat“ (Wir tun was) in Rostock. Aufmerksam auf den bargeldlosen Handel seien die Gründungsmitglieder durch ein Seminar der Evangelischen Akademie geworden, bei dem das Schweizer Talent-Experiment vorgestellt wurde, erklärt die Ingenieurin und Ökonomin Regine Deschle. Sie gehört zu der kleinen Gruppe von Personen, die am 22. November 1995 den Rostocker Tauschring ins Leben gerufen haben, der als Währungseinheit den „Knoten“ wählte. Dieser fungiert nicht nur als Zahlungsmittel, sondern steht auch für die Nähe zu Schiffahrt und Hafen und für die Zusammenarbeit der Mitglieder.
Die Beweggründe, einen Tauschring zu gründen, sind sehr verschieden. Einerseits fasziniert „die Idee, ohne Geld zu tauschen“ und soziale Kontakte aufzubauen. Andererseits sind sie ein Versuch, um auszuprobieren, wie Menschen ohne die Herrschaft des Geldes anders miteinander umgehen. „Statt Geld ist in unserem Tauschring die Zeit die Grundlage des Tauschens“, erklärt Deschle. Denn mit Hilfe der Zeit läßt sich die Anzahl der Knoten berechnen, die sich Mitglieder durch Tauschaktionen verdient haben. Bei der Verrechnung der Dienstleistungen gilt: 1 Stunde Arbeit gleich 10 Knoten. Zudem verfällt Zeit nicht und ist somit ein beständiger Maßstab, der keine Zinsen oder Inflation verursacht. Deschle sieht Tauschringe daher als „eine Alternative zur Geldwirtschaft“.
Obwohl Tauschringe die Möglichkeiten bieten, Geld durch aktive Teilnahme einzusparen, ist dies für viele Menschen nicht der Hauptgrund, sich für eine Mitgliedschaft in einem Tauschring zu entscheiden. „Ob mit oder ohne Euro, es wird sowieso alles teurer“, meint Regina Brühe, die erst seit April 2003 Mitglied des Tauschrings „Wi daun wat“ ist. Die Euro-Einführung und die damit verbundene gefühlte Teuerung beeinflußte die Rostockerin keineswegs in ihrem Vorhaben, in den Tauschring einzutreten. Im Vordergrund stehen für sie das Kennenlernen von Menschen und die Gelegenheit, anderen zu helfen.
Dennoch hat Brühes Teilnahme auch einen finanziellen Hintergrund. Spezielle Dienstleistungen, die für sie sonst unerschwinglich wären, nimmt sie gerne in Anspruch. Dazu gehören vor allem handwerkliche Hilfe und Beratung, die auf dem Markt zu teuer sind oder wegen Geringfügigkeit gar nicht erst angeboten werden. Der Tauschring bietet hier die Möglichkeit, Kosten für bestimmte Malerarbeiten oder Reparaturen einzusparen. Deshalb stehen Tauschringe auch gelegentlich im Verdacht, Schwarzarbeit zu begünstigen. Um die Knoten für die gewünschten Dienstleistungen zusammenzubekommen, muß sie selbst ihre Hilfe in Form von Angeboten im „Warnow-Knoten“ – der Marktzeitung des Tauschringes – bekanntmachen. Gerne leistet sie Hilfe in seelischen Notlagen oder bietet Autofahrten an. Als Gegenleistung sucht die Rostockerin nicht nur handwerkliche Unterstützung in Haushalt und Garten, sondern auch praktikable Anleitungen und Ratschläge zur Gesundheit und gesunden Ernährung. Durch Freunde und Bekannte, aber auch durch die Presse erfuhr Regina Brühe vom Rostocker Tauschring, dessen Teilnehmer sich jeden ersten Dienstag im Monat treffen, um Neuigkeiten auszutauschen, Beschlüsse zu fassen – und natürlich um miteinander zu tauschen. Sie hat den Tauschring für sich als neues Betätigungsfeld erschlossen, da ihr nach Abbruch ihrer Berufstätigkeit mehr Zeit zur Verfügung steht. Hier fühlt sie sich gebraucht.
Susann Müller
15.08.03, 17:16 # 4 (permalink)
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Rikimer
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Rikimer
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In Argentinien soll diese Art von Tauschringen sehr verbreitet sein. Wohl eher aus der Not geboren, weil Argentinen seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast sitzt und permanent verarmt. Eine Entwicklung die wohl auch uns bevorstehen wird und demzufolge wird es keine schlechte Idee sein können unsere Arbeitsleistung per Tauschringen anzubieten.
MfG
Rikimer
"Ich sage, was ich meine und tue, was ich sage!" - Pim Fortuyn
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Das Ende Europas
15.08.03, 17:26 # 5 (permalink)
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Skull
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- Auf der Website von LETS München...
- Teilnehmen kann jede/r nach dem Besuch eines Infoabends
- Es ist eine einmalige Aufnahmegebühr von derzeit 10 EUR zu entrichten
- Geld kostet auch unsere Marktzeitung und das Tauschheft
- Verwaltungsgebühren werden in unse-rer Zeitwährung abgerechnet
- Alle Angebote und Gesuche stehen in der Marktzeitung
- Persönlich können sich die Teilnehmer mit ihren Talenten und Anliegen auf stadtteilbezogenen Treffen vorstellen
- Jede/r bekommt ein persönliches Tauschheft mit einer Teilnehmer-/Konto-Nummer.
- alle Teilnehmerdaten sind geschützt und werden vertraulich behandelt.
mfg
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15.08.03, 17:27 # 6 (permalink)
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Beverly
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Mehrwertsteuer ?
mfg
?Tauschringe mitsamt ihren internen "Währungen" sind so lange aus bürokratischer Sicht
unproblematisch, wie sie nur gelegentliche nachbarschaftliche Hilfeleistungen vermitteln - auch wenn die Nachbarn nicht Tür an Tür wohnen.Die Teilnehmer bekommen dadurch eine Art "Taschengeld", sie knüpfen Kontakte und nutzen ihre Zeit.
Ich habe mir aber zwei Dinge überlegt:
1. wenn die Tauschringe zwangsläufig eigene Währungen erfinden, warum nehmen sie dann nicht gleich den Euro?
2. falls Waren und Diensteistungen über das gelegentliche, nachbarschaftliche hinaus getauscht werden, müssen sie korrekt versteuert werden. Beim Haareschneiden und Rasenmähen einmal im Monat ist das noch nicht der Fall.
15.08.03, 17:32 # 7 (permalink)
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Beverly
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In Argentinien soll diese Art von Tauschringen sehr verbreitet sein. Wohl eher aus der Not geboren, weil Argentinen seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast sitzt und permanent verarmt. Eine Entwicklung die wohl auch uns bevorstehen wird und demzufolge wird es keine schlechte Idee sein können unsere Arbeitsleistung per Tauschringen anzubieten.
Tauschringe sind da ein Ausweg, weil da die Teilnehmer selbst den Markt schaffen, auf dem sie ihre Leistungen anbieten.
15.08.03, 17:57 # 8 (permalink)
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Beverly
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Vom Tauschring zur Arbeitsbank
Das Geniale an ihnen ist, dass sie den Markt, auf dem sie agieren, selbst schaffen.
Ich habe überlegt, ob man sie nicht unter den Regeln der Geldökonomie weiter entwickeln kann, um so neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen, die steuer- und arbeitsrechtlich abgesichert sein müssen.
Eine solche Arbeitsbank
hätte folgende Komponenten:1. Wunschbörse
Hier tragen die Teilnehmer die Leistungen ein, die sie gerne hätten. Zur Übersichtlichkeit sortiert nach einfach, mittel und anspruchsvoll.
"einfach" sind Rasenmähen, Haareschneiden, Kuchen backen, kleine Homepage machen
"mittel" sind Reparaturarbeiten, Massagen, Mitfahr- und Mitwohngelegenheiten, professionelles Make-up etc.
Bei "anspruchsvoll" darf man seiner Fantasie die Zügel schiessen lassen und z. B. nach Leuten suchen, die einem zum Urlaub auf Hawaii oder dem Wochenendhäuschen im Saturn-Orbit verhelfen, Leistungen für Unternehmensgründungen erbringen ...
2. Leistungsbörse
Hier trägt man ein, was man selbst an Qualifikationen und Ressourcen zu bieten hat - vom Tortenbacken bis zum freien Zimmer in der Ferienwohnung auf Mallorca.
Damit Wunschbörse und Leistungsbörse funktionieren, muss es eine Schnittmenge geben, wo die einen die Wünsche der anderen erfüllen können. Aber auch unrealistisch scheinende Wünsche sollen eingetragen werden, damit andere darüber nachdenken, ob sie sie nicht doch erfüllen können. Und Wünsche, die der eine für unrealistisch hält, sind für den anderen vielleicht kein Problem.
Alle Leistungen haben einen in Euro bemessenen Wert und die Teilnehmer der Arbeitsbank erhalten ein Konto wie bei einer Bank. Guthaben bekommen sie dadurch, dass sie Leistungen erbringen. Wie beim Dispo einer Bank können sie ihr Konto durch Inanspruchnahme von Leistungen nur bis zu einem gewissen Betrag überziehen.
15.08.03, 18:34 # 9 (permalink)
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Werner_Huster
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Werner_Huster
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Eine wirklich gute Idee!
In Argentinien soll diese Art von Tauschringen sehr verbreitet sein. Wohl eher aus der Not geboren, weil Argentinen seit Jahrzehnten auf dem absteigenden Ast sitzt und permanent verarmt. Eine Entwicklung die wohl auch uns bevorstehen wird und demzufolge wird es keine schlechte Idee sein können unsere Arbeitsleistung per Tauschringen anzubieten.
MfG
Rikimer
Argentinien allerdings war zwangsweises Überleben. Argentinien stand praktisch im Staatsbankrott.
Die Argentinier hatten keinerlei andere Überlebenschance.
15.08.03, 18:50 # 10 (permalink)
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Werner_Huster
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Werner_Huster
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Tauschringe, die ohne Geld oder mit einer selbst geschaffenen Verrechnungseinheit arbeiten, erfüllen schon eine wichtige soziale Funktion.
Das Geniale an ihnen ist, dass sie den Markt, auf dem sie agieren, selbst schaffen.
Ich habe überlegt, ob man sie nicht unter den Regeln der Geldökonomie weiter entwickeln kann, um so neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen, die steuer- und arbeitsrechtlich abgesichert sein müssen.
Eine solche Arbeitsbank
hätte folgende Komponenten:1. Wunschbörse
Hier tragen die Teilnehmer die Leistungen ein, die sie gerne hätten. Zur Übersichtlichkeit sortiert nach einfach, mittel und anspruchsvoll.
"einfach" sind Rasenmähen, Haareschneiden, Kuchen backen, kleine Homepage machen
"mittel" sind Reparaturarbeiten, Massagen, Mitfahr- und Mitwohngelegenheiten, professionelles Make-up etc.
Bei "anspruchsvoll" darf man seiner Fantasie die Zügel schiessen lassen und z. B. nach Leuten suchen, die einem zum Urlaub auf Hawaii oder dem Wochenendhäuschen im Saturn-Orbit verhelfen, Leistungen für Unternehmensgründungen erbringen ...
2. Leistungsbörse
Hier trägt man ein, was man selbst an Qualifikationen und Ressourcen zu bieten hat - vom Tortenbacken bis zum freien Zimmer in der Ferienwohnung auf Mallorca.
Damit Wunschbörse und Leistungsbörse funktionieren, muss es eine Schnittmenge geben, wo die einen die Wünsche der anderen erfüllen können. Aber auch unrealistisch scheinende Wünsche sollen eingetragen werden, damit andere darüber nachdenken, ob sie sie nicht doch erfüllen können. Und Wünsche, die der eine für unrealistisch hält, sind für den anderen vielleicht kein Problem.
Alle Leistungen haben einen in Euro bemessenen Wert und die Teilnehmer der Arbeitsbank erhalten ein Konto wie bei einer Bank. Guthaben bekommen sie dadurch, dass sie Leistungen erbringen. Wie beim Dispo einer Bank können sie ihr Konto durch Inanspruchnahme von Leistungen nur bis zu einem gewissen Betrag überziehen.
Was daraus geworden ist, weiß ich nicht.
Muss mir mal den Namen überlegen, war irgendwas mit B am Anfang. Glaube ich.
Das System sollte ungefähr so funktionieren. Mal ganz theoretisch aus dem Gedächtnis:
Die Firma X braucht vielleicht einen Bagger. Also geht sie zur Baggerfirma und spricht mit dieser Firma über eine Mitgliedschaft in dieser Firma B, welche gegen eine Beteiligung die internen Verrechnungskonten verwaltet.
Dort können sich die ganzen Firmen mit ihrem gesamten Produktionsprogramm eintragen lassen. Sie können auch einsehen, was alle anderen Mitglieder herstellen.
Um mal bei einem einfachen Gedankengang zu bleiben, würde nun die Baggerfirma den Bagger liefern und dabei bei der Firma B. eine Verrechnungsgutschrift auf der Kontokarte bekommen. Der Empfänger würde ein Schuld auf seiner Kontokarte eingetragen bekommen.
Mit dieser Gutschrift kann nun die "Baggerfirma" zu jeder Mitglieds-Firma XYZ gehen und dort Ware einkaufen. Oder eine neue Firma als Mitglied anwerben. Dies wird dann an seiner Kontenkarte abgebucht und dem dann Lieferanten wieder als Gutschrift zugeschlagen.
usw.
dh alle können mit allen Mitgliedern handeln ohne Geldverkehr. Vorteil: Die Verkaufspreise sind nur "fiktiv" weil sie nicht mehr eigentlich zur Auszahlung kommen oder zur Einnahme, sondern nur noch buchungstechnisch geführt werden. Verhandlungen werden natürlich genauso geführt.
Ich habe den Verwaltungsablauf aus Darstellungsgründen stark vereinfacht.
Allerdings weiß ich nicht, was daraus geworden ist.
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