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Video-Diskussion: Peter Tauber (CDU) über freiwillige Dienste

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Wirtschaft und Finanzen

Die Finanzkrise sorgt weiterhin für Turbulenzen

Intenationale Entwicklungen zwingen den Staat zum Eingreifen

Die Folgen der Finanzkrise sind weiterhin nicht absehbar zoom Die Folgen der Finanzkrise sind weiterhin nicht absehbar
Quelle: rednuht
von Dr. Alexander Görlach (cicero.de)
08.10.2008

Die schlechten Nachrichten auf den Finanzmärkten reißen nicht ab: Nun muss die britische Regierung acht Banken teilverstaatlichen, um einen Kollaps zu verhindern. Die Hypo Real Estate in Deutschland, deren Pleite in Deutschland weitere Banken mitgesogen hätte, konnte gerade noch gerettet werden. Der Dax ist dennoch auf Talfahrt, ebenso der Dow Jones und der Nikkei. Eine Panik unter den Kleinanlegern konnte bislang verhindert werden, in Deutschland durch die Garantie der Bundesregierung, dass die Einlagen der Sparer sicher seien.

Der Staat wird zu etwas, was ihm die Strategen der entfesselten Märkte nicht mehr zugetraut hätten: zum Gestalter und Moderierer wirtschaftlicher Prozesse. Dieser Rolle hatte er sich im Zuge der Globalisierung, mit welcher der nationale Markt an Bedeutung verloren hat, entwöhnt. Von daher wirkt das Krisenmanagement der Bundesregierung ebenso holprig wie das Abstimmungsverhalten von US-Kongress und Repräsentantenhaus. Dennoch: Wenn nach der Krise noch ein Stein auf dem anderen steht, dann ist der Nationalstaat der Gewinner. Er wird an Stärke, Souveränität und Rückgrat gewinnen.

Die einzelnen nationalen Märkte werden sich nicht helfen können, sollten sich die USA nach der Bauchlandung nicht wieder auf die Füße stellen. Für die globalen Entwicklungen ist es unerlässlich, dass der nächste Präsident einen Weg aus der Krise weist. Das wird in diesem Land umso schwerer, das in den vergangenen Jahren der Bush-Administration die Marktbegrenzungen weggefegt und die unumschränkten regulierenden Kräfte des Marktes beschworen hat. In den Vereinigten Staaten ist die Finanzkrise deswegen zugleich auch die Krise des politischen Systems, seines Credo.

 

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08.10.08, 10:06 # 1 (permalink)

Beitrag der Redaktion

Lightbulb Beginn der neuen Staatsgläubigkeit?

Überall auf der Welt greifen die Staaten ein, um vom Kollaps bedrohte Banken und damit ihre Volkswirtschaften zu retten.

Kommt jetzt eine neue Ära der Staatsgläubigkeit?

War die bisherige Ideologie vom Freien Markt, den gerade die Wirtschaftsführer und Bankenmanager so lange betont haben, eine Illusion? Schließlich rufen die gerade am lautesten nach staatlichen Interventionen...

Oder findet einfach eine notwendige Marktbereinigung statt, und man sollte es doch den freien Kräften des Marktes überlassen, auch wenn wir ein paar Jahre lang eine weltweite Wirtschaftskrise durchleben müssten?


Die Spareinlagen sind ja angeblich sicher...

Viel Spaß beim diskutieren!

Mit freundlichen Grüßen
Redaktion politik.de


08.10.08, 10:30 # 2 (permalink)

Zitat von Redaktion
Überall auf der Welt greifen die Staaten ein, um vom Kollaps bedrohte Banken und damit ihre Volkswirtschaften zu retten.

Kommt jetzt eine neue Ära der Staatsgläubigkeit?
Nein. Der Glaube an den "staat" besteht nur fort. Da ist nichts neu.
Er ersetzt bei vielen konzentriertes Lernen und Nachdenken.
Zitat von Redaktion
War die bisherige Ideologie vom Freien Markt, den gerade die Wirtschaftsführer und Bankenmanager so lange betont haben, eine Illusion? Schließlich rufen die gerade am lautesten nach staatlichen Interventionen...
Sie haben vom freien Markt geredet und teils von ihren staatlichen Privilegien gelebt. Daran hat sich nichts wesentliches geändert. In einem freien Markt gibt es auch keine Wirtschaftsführer, sondern selbständige Unternehmer.
Zitat von Redaktion
Oder findet einfach eine notwendige Marktbereinigung statt, und man sollte es doch den freien Kräften des Marktes überlassen, auch wenn wir ein paar Jahre lang eine weltweite Wirtschaftskrise durchleben müssten?
Es bleibt zu hoffen, dass die Bereinigung möglich wird, bisher versucht man ja noch, die Lügengebäude mit immer neuen Lügen zu retten.

Wer den Nationalsozialismus wirklich überwinden will, der kommt nicht daran vorbei, den Sozialismus überwinden zu wollen, denn auch Hitler war ein Linker. Wer heute einen "Kampf gegen Rechts" führt, führt Hitlers Politik und die der DDR fort.
Der Sozialstaat: das ist ein permanenter kalter Bürgerkrieg von oben


08.10.08, 10:37 # 3 (permalink)

Zitat von Redaktion
Überall auf der Welt greifen die Staaten ein, um vom Kollaps bedrohte Banken und damit ihre Volkswirtschaften zu retten.

Kommt jetzt eine neue Ära der Staatsgläubigkeit?

War die bisherige Ideologie vom Freien Markt, den gerade die Wirtschaftsführer und Bankenmanager so lange betont haben, eine Illusion? Schließlich rufen die gerade am lautesten nach staatlichen Interventionen...

Oder findet einfach eine notwendige Marktbereinigung statt, und man sollte es doch den freien Kräften des Marktes überlassen, auch wenn wir ein paar Jahre lang eine weltweite Wirtschaftskrise durchleben müssten?


Die Spareinlagen sind ja angeblich sicher...

Viel Spaß beim diskutieren!
Überall auf der Welt haben die Neoliberalen - vorne weg Ackermann (besonders in Deutschland) - erklärt, dass sich der Staat gefälligst aus der Wirtschaft, aus den Banken heraushalten solle.

Überall auf der Welt haben die Neoliberalen - vorne weg Ackermann - erklärt, die freie Marktwirtschaft regle sich selbst und von alleine.

Wenn dem so ist, weshalb fordert nun selbst Ackermann - wieder vorne weg - dass nun nur noch der Staat helfen könne - weshalb verlangen und erpressen die Neoliberalen jetzt den Steuerzahler, den Murks der Banker bezahlen zu müssen, wenn die Banker das doch alles selbst regeln können.

Weshalb tun das die Banker dann nicht?
Wenn die Banker das so sehen, dann brauchen sie das doch nur zu tun.

Warum ziehen sich die Banken nicht selbst am Schopf aus dem Sumpf?
Ist es nicht das, was man hier oft genug lesen konnte, dass sich auch Arbeitslose am Schopf selbst aus dem Sumpf ziehen sollen?

Wo ist denn jetzt die Fähigkeit der Banker ihre Probleme selbst zu regeln.
Wieso also müssen jetzt die Steuerzahler leisten, was die Banker vermurkst haben?

Staatsgläubigkeit

Bisher hat man vor dem Altar des Kapitals die Religion des Kapitals, die Ideologie des Kapitals, die Mythen und den Fetisch des Kapitals proklamiert - und nun?

N 24 hat heute in seiner Nachrichtensendung bekanntgegeben, der internationale Finanzmarkt sei heute zusammengebrochen.

Das obwohl nach allgemeinen Medienaussagen bisher schon 1 Billion hineingepumpt worden war.

Die Kapitalgläubigkeit hat die Menschen teilweise zu Bettlern gemacht und andere haben den Freitod gewählt.

Nun stehen wir vor der "Staatsgläubigkeit" ?

Natürlich kann eine Staatsverwaltung, welche von der Wirtschaft, dem Kapital regiert wird, keine Lösungen bringen.

Die Marktbereinigung bedeutet eben nicht nur Markbereinigung der Unternehmen -
das bedeutet auch Not und Tod für viele Bürger.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten.Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand

Geändert von Hagalaz (08.10.08 um 10:43 Uhr).


Ein Widerspruch in sich

Zitat von Freedy
Nein. Der Glaube an den "staat" besteht nur fort. Da ist nichts neu.
Er ersetzt bei vielen konzentriertes Lernen und Nachdenken.

Sie haben vom freien Markt geredet und teils von ihren staatlichen Privilegien gelebt. Daran hat sich nichts wesentliches geändert. In einem freien Markt gibt es auch keine Wirtschaftsführer, sondern selbständige Unternehmer.
Es bleibt zu hoffen, dass die Bereinigung möglich wird, bisher versucht man ja noch, die Lügengebäude mit immer neuen Lügen zu retten.
Hier ist wieder eine der allwissenden Antworten, die ein Widerspruch in sich ist. Einmal wird behauptet, der freie Markt ist das Allheilmittel und anderseits , dass dieser Markt auf ein Lügengebäude basiert!

Frage! Hat nicht erst der freie Markt dieses Lügengebäude ermöglicht?
Und wie du selbst feststellst, wird dieser Markt weiter auf einem Lügengebäude gebaut! Schlussfolgerung? Aber das verlange ich nicht von dir Freddy!

08.10.08, 10:48 # 5 (permalink)

Zitat von Habenichts
Hat nicht erst der freie Markt dieses Lügengebäude ermöglicht?
Wie definierst Du denn freier Markt?

"Der Inflationismus ist jedoch kein isoliertes Phänomen. Er ist nur ein Teilaspekt der vorherrschenden politökonomischen und sozialphilosophischen Ideen unserer Zeit. So wie die Advokaten einer Politik des gesunden Geldes in Form des Goldstandards gleichzeitig Liberalismus, Freihandel, Kapitalismus und Frieden befürworteten, so ist Inflationismus Teil und Gegenstand des Imperialismus, Militarismus, Protektionismus, Etatismus und Sozialismus."
— Ludwig von Mises


08.10.08, 10:49 # 6 (permalink)

Zitat von Habenichts
Hier ist wieder eine der allwissenden Antworten, die ein Widerspruch in sich ist. Einmal wird behauptet, der freie Markt ist das Allheilmittel und anderseits , dass dieser Markt auf ein Lügengebäude basiert!

Frage! Hat nicht erst der freie Markt dieses Lügengebäude ermöglicht?
Und wie du selbst feststellst, wird dieser Markt weiter auf einem Lügengebäude gebaut! Schlussfolgerung? Aber das verlange ich nicht von dir Freddy!
In meinem Beitrag steht nichts davon, dass der Markt auf einem Lübengebäude basiert.

Die Lügengebäude basieren auf staatlich gestützten Zentralbanken und deren Währungen, die in einem freien Markt ohne Annahmezwang für diese Papierschnipsel keine Chance hätten.

Wer den Nationalsozialismus wirklich überwinden will, der kommt nicht daran vorbei, den Sozialismus überwinden zu wollen, denn auch Hitler war ein Linker. Wer heute einen "Kampf gegen Rechts" führt, führt Hitlers Politik und die der DDR fort.
Der Sozialstaat: das ist ein permanenter kalter Bürgerkrieg von oben


Zitat von Freedy
In meinem Beitrag steht nichts davon, dass der Markt auf einem Lübengebäude basiert.

Die Lügengebäude basieren auf staatlich gestützten Zentralbanken und deren Währungen, die in einem freien Markt ohne Annahmezwang für diese Papierschnipsel keine Chance hätten.
Ich darf auf den Inhalt nicht näher eingehen: Deine Frende haben mich verwarnt! Aber soviel kann ich sagen, das du Kein Wissen über die Funktion des Geldes hast!
Deshalb lohnt es sich nicht, näher einzugehen!

08.10.08, 11:04 # 8 (permalink)

Die Politik des billigen Geldes seitens des Staates und seiner Zentralbanken hat versagt. Die Taschenspielertricks, nach keynesianischem Lehrbuch, einen künstlichen Boom durch die Überproduktion von Geld zu erzeugen wurde entlarvt und die Finanzmärkte schütteln sich gesund. Gleichzeitig wird nun der Ruf laut, der Taschenspieler möge weiterspielen, ja sogar sein Programm noch ausbauen. Wie soll man sich das vorstellen ? In den Aufsichtsräten der Landesbanken und öffentlichen Förderbanken sind die Kontrollgremien im Unterschied zu privaten Instituten von Politikern und Verbandsvertretern besetzt. Diese Banken zeigten sich als die grössten Zocker an den Finanzmärkten. Sollen die Staatsbüttel jetzt auch das operative Geschäft übernehmen ?

Every man builds his world in his own image; he hast the power to choose, but no power to escape the necessity of choice. If he abdicates his power, he abdicates the status of man, and the grinding chaos of the irrational is what he achieves.


08.10.08, 11:05 # 9 (permalink)

Zitat von Habenichts
Ich darf auf den Inhalt nicht näher eingehen: Deine Frende haben mich verwarnt! Aber soviel kann ich sagen, das du Kein Wissen über die Funktion des Geldes hast!
Deshalb lohnt es sich nicht, näher einzugehen!
Wurdest Du etwa verwarnt, weil Du inhaltlich diskutiert hast?

Wer den Nationalsozialismus wirklich überwinden will, der kommt nicht daran vorbei, den Sozialismus überwinden zu wollen, denn auch Hitler war ein Linker. Wer heute einen "Kampf gegen Rechts" führt, führt Hitlers Politik und die der DDR fort.
Der Sozialstaat: das ist ein permanenter kalter Bürgerkrieg von oben


08.10.08, 11:56 # 10 (permalink)

Überfälliges platzen der Blase

Zitat von Redaktion
Überall auf der Welt greifen die Staaten ein, um vom Kollaps bedrohte Banken und damit ihre Volkswirtschaften zu retten.

Kommt jetzt eine neue Ära der Staatsgläubigkeit?

War die bisherige Ideologie vom Freien Markt, den gerade die Wirtschaftsführer und Bankenmanager so lange betont haben, eine Illusion? Schließlich rufen die gerade am lautesten nach staatlichen Interventionen...

Oder findet einfach eine notwendige Marktbereinigung statt, und man sollte es doch den freien Kräften des Marktes überlassen, auch wenn wir ein paar Jahre lang eine weltweite Wirtschaftskrise durchleben müssten?


Die Spareinlagen sind ja angeblich sicher...

Viel Spaß beim diskutieren!
Ich würde das Ganze als "Marktbereinigung" sehen und wenn sich der Staat raushalten würde und die Bankenmanager auch mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht würden - dann wäre es auch eine echte Marktbereinigung. Das Motto vieler Bankenchefs "ist doch nicht mein Geld, mit dem da gezockt wird" kann man nur durchbrechen, indem es an deren eigene Rücklagen geht. Die marktwirtschaftliche Regel, daß man auch für die Folgen seines Handelns geradestehen muß, ist in den Führungsetagen der Bankenwelt (und inzwischen auch in viele börsennotierten Unternehmen) leider völlig außer Kraft gesetzt. Dummerweise hält sich Vater Staat nicht raus - weil man der irrigen Annahme ist, eine Pleitewelle ließe sich aufhalten, indem man massenweise Steuergelder in den Markt pumpt. Daß man damit unter Umständen die Inflation kräftig ankurbelt - darüber wird man sich dann vermutlich erst wieder Gedanken machen, wenn es zu spät ist. Der Zusammenbruch ist überfällig und eigentlich bin ich eher überrascht, daß es nicht noch schneller geht. Grenzenlose Geldgier führt leider nicht zu grenzenlosem Geldwachstum bei konstantem Werterhalt, aber irgendwie scheuen scheinbar viele der allwissenden ökonomischen Propheten den Blick zu den Ökologen - die wissen aus der Natur, daß Wachstum nie unendlich ist. Machen wirs wie in der Natur: wirtschaftlich sterben, faulen, und aus dem Mist neu anfangen...

It´s as simple as that und außerdem gilt (in leichter Abwandlung des christlichen Ursprungs) Intellekt - gib mir die Kraft Dinge zu ändern, die ich ändern kann; die Fähigkeit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit beides voneinander zu unterscheiden...



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