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02.09.08, 16:30 # 11 (permalink)
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jochen53
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Normalerweise wird bei Signal 3 der Strom vorsichtshalber abgeschaltet wegen der Freileitungen. In der Nacht jedoch nicht. Die Elektriker von den Stadtwerken haben die wetterlage besser eingeschätzt als das Wetteramt.
Bislang gab es dieses Jahr im philippinischen Raum (PAR) genau 13 Tropenstürme mit Namen, echte Schäden haben 3 davon angerichtet, bei uns in der Region wie gesagt überhaupt noch keine Schäden. "Fengshen" war übrigens kein wirklicher Monstertaifun, die haben Windgeschwindigkeiten jenseits der 240 KM/H, Fengshen hatte 185 KM/H. Die Schäden waren so groß, weil die betroffenen Gegenden nur auf Signal 2 gesetzt waren, also niemand mit echter Gefahr gerechnet hat.
Hier ein Link zum philippinischen Wetteramt:
http://www.pagasa.dost.gov.ph/
Da gibt es stundenaktuelle Satellitenbilder und viele Infos zum Thema Taifune. Man muss sich da unter "Climatology" durchklicken. Dort wird auch der Taifun "Loleng" erwähnt, den habe ich im Oktober 1998 mitten im Zentrum selber miterlebt, 6 Stunden 280 KM/H, das war überhaupt nicht witzig.
Meine kleinen Agrar-Experimente auf den Philippinen:
http://www.buddel.de/kft/terra_preta.htm
02.09.08, 19:51 # 12 (permalink)
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schabernick
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schabernick
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Bislang gab es dieses Jahr im philippinischen Raum (PAR) genau 13 Tropenstürme mit Namen, echte Schäden haben 3 davon angerichtet, bei uns in der Region wie gesagt überhaupt noch keine Schäden.
...
Bis zum 2. September 2005 gab es "nur" 10 namentlich benannte Tropenstürme:
http://kidlat.pagasa.dost.gov.ph/cab/tclist05.htm
Die *06.htm, *07.htm und *08.htm habe ich leider nicht gefunden.
Aber wie man dort sieht, variieren auch dort die Wege, ein chaotisches System (das ist das Wetter) kann man eben noch nicht präzise voraussehen.
Auch bei "Gustav" sah es bis wenige Stunden vor dem Eintreffen auf die Küste so aus, als würde er New Orleans voll treffen.
02.09.08, 21:20 # 13 (permalink)
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jochen53
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jochen53
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Bis zum 2. September 2005 gab es "nur" 10 namentlich benannte Tropenstürme:
http://kidlat.pagasa.dost.gov.ph/cab/tclist05.htm
Auf der Seite des japanischen Wetterdienstes kann man das alles noch besser sehen als bei PAGASA:
http://sharaku.eorc.jaxa.jp/cgi-bin/.../typ_track.cgi
Wir sind an der Ostküste etwa in der Mitte der Philippinen. Schaue Dir da auch mal 2007 und vor allem 2006 an. Da hatten wir hier gleich 2 Monstertaifune innerhalb weniger Wochen, Xangsane und DURIAN (In Philippines REMING), davon hat meine Schwägerin mit dem Handy auf unserem Grundstück ein Video gemacht:
http://www.youtube.com/watch?v=gv8VqQYDNZk
Zum Glück war ich da gerade in Hamburg...
Seitdem hatten wir in unserer Gegend nichts mehr. Aber die Saison dauert noch bis Anfang Dezember...
Meine kleinen Agrar-Experimente auf den Philippinen:
http://www.buddel.de/kft/terra_preta.htm
14.09.08, 11:16 # 14 (permalink)
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Eurasia
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Eurasia
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Nach dem zerstörerischen Zug des Hurrikans "Ike" an der texanischen Golfküste ist die größte Such- und Rettungsaktion in der Geschichte des US-Bundesstaates angelaufen. Besonders die Menschen in den überfluteten Landstrichen südöstlich von Houston benötigen dringend Hilfe.
"Ike" ist aus Texas abgezogen, nun beginnt die große Suche nach möglichen Opfern des zerstörerischen Hurrikans: Einsatzkräfte hätten bis zum späten Samstagnachmittag (Ortszeit) 950 Menschen in den teils hüfthoch überfluteten Gebieten in Sicherheit gebracht, sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Perry. "Leben zu retten hat oberste Priorität", betonte der Chef der US-Katastrophenschutzbehörde Fema, David Paulison. Die Zahl der Todesopfer durch den Sturm stieg auf mindestens vier. US-Präsident George W. Bush erklärte 29 Landkreise zum Katastrophengebiet.
Das US-Fernsehen zeigte Bilder von Feuerwehr- und Polizeiwagen, die in Kolonnen in die verwüsteten Landstriche südöstlich der Millionenmetropole Houston vordrangen. Mehr als 50 Hubschrauber und Flugzeuge von Küstenwache und Streitkräften überflogen die Region.
Besonderes Augenmerk gilt nach den Worten Paulisons der Gegend um die Inselstadt Galveston, wo nach Schätzungen der Behörden rund 23.000 Einwohner in ihren Häusern geblieben waren. Insgesamt hätten in der gesamten Region schätzungsweise 100.000 Menschen die Evakuierungsanordnung der Behörden ignoriert, berichtet die Zeitung "Houston Chronicle" auf ihrer Internetseite.
In Houston regnet es Glasscherben
Rund um Houston habe es "schwere Schäden an der Infrastruktur" gegeben, sagte Perry. In der Millionenmetropole selbst, mit zwei Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt der USA, ließ die Gewalt des Sturms zahllose Fenster von Hochhäusern bersten und auf die Straße regnen. Die Straßen waren von Scherben, Ästen und Unrat übersät.
Galveston, rund 30 Kilometer südöstlich von Houston gelegen, wurde in weiten Teilen überflutet. Auch in anderen Küstenabschnitten standen Tausende Häuser unter Wasser, zahlreiche Dächer wurden weggerissen. 4,5 Millionen Menschen im Großraum Houston waren am Samstag ohne Strom. Es könne Wochen dauern, bis die Lichter wieder angingen, sagten Behördensprecher. Während seines Zuges über Houston schwächte sich der Sturm ab. Am Nachmittag stufte das Nationale Hurrikan-Zentrum "Ike" zu einem Tropensturm mit Windgeschwindigkeiten von 95 Stundenkilometern herab. Die Sturmflut fiel mit etwa fünf Metern in der Spitze geringer aus als befürchtet.
Milliardenschäden befürchtet
In Texas hatten nach Angaben von US-Heimatschutzminister Michael Chertoff vor der Ankunft des Hurrikans 2,2 Millionen Menschen die Flucht ergriffen, im benachbarten Louisiana 130.000. Die Behörden befürchten Schäden in Höhe von 15,3 Milliarden US-Dollar (11 Milliarden Euro) durch den Sturm, der auch die Raffinerieindustrie traf. Rund die Hälfte der 26 Raffinerien in Texas hatte den Betrieb eingestellt.
Präsident Bush sagte den betroffenen Menschen in seinem Heimatstaat Texas und den anderen Landesteilen rasche Hilfe zu. Vorrang habe die Trinkwasserversorgung. Heimatschutzminister Chertoff wollte am Sonntag in das Katastrophengebiet reisen.
DPA, 14.09.2008
Hurrikan "Ike" richtet schwere Zerstörungen in Texas an: http://afp.google.com/article/ALeqM5...Ckc8b2-ejWo-QA
Notstand in Florida: Hunderttausende fliehen vor Hurrikan Ike: http://www.hna.de/boulevardstart/00_...liehen_vo.html
«Ike» bringt Kuba Tod und Verwüstung: http://www.nzz.ch/nachrichten/medien..._1.827446.html
14.09.08, 14:02 # 15 (permalink)
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AndyH
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18.10.08, 16:58 # 16 (permalink)
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Eurasia
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Hamburg/Oslo (dpa) - Die steigenden Temperaturen und schwindenden Eisflächen der Arktis werden sich dem WWF-Experten Martin Sommerkorn zufolge auf die ganze Welt auswirken. «Mit dem Meereis ist eines der Schlüsselelemente des globalen Klimasystems betroffen.»
Das sagte der Klima-Experte des Internationalen Arktis-Programms der Umweltschutzorganisation in Oslo der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Was die Arktis uns sagt, was sie uns zuschreit, ist, dass wir dringend anfangen müssen, die Treibhausgase zu reduzieren», kommentierte er die Ergebnisse des aktuellen Arktis-Report der US-Klimabehörde NOAA.
Im IPCC-Bericht des Weltklimarates seien die Forscher noch davon ausgegangen, dass die Arktis von 2080 an im Sommer eisfrei sein könnte, sagte Sommerkorn. Nun sei zu befürchten, dass dies schon 50 Jahre früher der Fall sein wird. Mit dem Sommereis schwinde eine gewaltige reflektierende Fläche, die Sonnenstrahlen zurückgeworfen und so die Erwärmung vermindert habe. Klimamodelle zeigten, dass sich in Zeiten schnellen Eisverlustes die Temperaturen über den Landoberflächen in der Region rasant erhöhen.
«Das könnte der Beginn einer gewaltigen Kettenreaktion sein», warnt Sommerkorn. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass im Meeresboden arktischer Gewässer gebundenes Methaneis zu schmelzen beginnt. Dann würden Unmengen des Treibhausgases freigesetzt. Die nördlichen Permafrostböden tauten tiefer auf als bisher - und Mikroorganismen setzten dort großflächig Methan und Kohlendioxid frei.
Das Tückische des globalen Klimasystems sei, dass sich Schlüsselelemente nicht linear veränderten, sondern in plötzlichen Schüben. Für jeden der drohenden Prozesse gebe es einen Schwellenwert, ab dem er rasant in Gang komme. «Wir kennen diese Schwellenwerte aber nicht.» Niemand wisse zum Beispiel, ab welcher Temperatur die rasante Freisetzung von Methan beginne. «Wir laufen gerade Gefahr, noch weitere Schlüsselelemente zu kippen», betonte der WWF-Experte. «Wir dürfen nicht vergessen: Die Entwicklung der Erderwärmung wird auf jeden Fall in den nächsten Jahrzehnten noch so weitergehen.»
Im Ökosystem Arktis sei bereits ein massiver Wandel in Gang gesetzt. «Das System basiert auf der Meereiskante», erläutert Sommerkorn. Zugvögel - zum Beispiel aus dem Wattenmeer - und Säuger wie das Walross seien auf Eis und Festland angewiesen, um ihre Jungen großzuziehen und Nahrung zu finden. Mit dem schwindenden Eis gebe es aber immer weniger Regionen mit beidem, Meereis und Festland. «Die Eisbären-Population wird deshalb voraussichtlich bis Mitte des Jahrhunderts um zwei Drittel schrumpfen», sagte Sommerkorn. «Und da sind schlimme Jahre wie 2007 und 2008 für die Schätzung noch gar nicht berücksichtigt.»
© sueddeutsche.de - erschienen am 18.10.2008
Dramatischer Temperaturanstieg in der Arktis: http://www.inforadio.de/static/dyn2s..._article.shtml (Interview mit Peter Prokosch, Managing Director des Unep Polarprogramms der Uno.)
18.10.08, 20:10 # 17 (permalink)
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Kotenok
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Ach ja richtig, ich vergaß - ohne "global Warming durch 'anthropogenes' CO2" gäbe es keine tw. extremen Wetterphänomene...
Mit dem kleinen Unterschied, daß kein Eis im Sommer in der Arktis nun in der Tat kaum als Bedrohung zu sehen ist. Mehr Eis dagegen schon!
Übrigens: 2008 ist bisher global locker ein halbes Grad kälter als 1998. Da muss es ja irgendwo - wenn die Arktis "wie nie zuvor warm ist" - überdurchschnittlich kälter sein.
Davon hört man nichts - oder wird dann die "The day after Tomorrow"-Karte gezogen? Auf der steht: "Dadurch daß es wärmer wird, wird es kälter!"
Geändert von Kotenok (18.10.08 um 20:14 Uhr).
19.10.08, 16:59 # 18 (permalink)
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jochen53
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Meine kleinen Agrar-Experimente auf den Philippinen:
http://www.buddel.de/kft/terra_preta.htm
22.01.09, 09:44 # 19 (permalink)
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Eurasia
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Von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald
Die Welt erwärmt sich – doch ein großer Teil der Antarktis kühlt sich ab. Dies galt bislang als gesichert. Von so genannten Klimaskeptikern wurde dieser Umstand stets als Argument genutzt, um zu bestreiten, dass es eine von Menschen verursachte globale Erwärmung überhaupt gibt.
Jetzt zeichnet eine neue Studie, durchgeführt von US-amerikanischen Klima- und Polarforschern sowie Geophysikern, ein neues Bild von der Klimaentwicklung des sechsten Kontinents. Sie wird in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Nature“ veröffentlicht. Ihr wichtigstes Ergebnis ist, dass sich der größte Teil in den vergangenen 50 Jahren doch erwärmte – und zwar in einem ähnlichen Ausmaß wie der Rest der Welt.
Zuvor glaubten die Klimatologen, dass sich nur die relativ kleine antarktische Halbinsel stark erwärmt. Die Eisschilde im Westen, insbesondere aber der ostantarktische Eisschild, zeigten demgegenüber in früheren Daten einen Abkühlungstrend. Die Westantarktis ist von der Ostantarktis sehr verschieden, erläutert Studienleiter Eric Steig von der University of Washington in Seattle. Es gibt mit dem Transarktischen Gebirge eine Barriere, die beide voneinander trennt.
Die Klimatrends leiteten die Forscher lange Zeit nur aus Daten von Messstationen ab, die größtenteils bereits im Internationalen Geophysikalischen Jahr 1957 auf dem Kontinent installiert wurden. Die allermeisten befinden sich jedoch in Küstennähe. Direkte Messdaten aus dem Inneren der Arktis fehlten daher fast völlig.
Deshalb griffen Steig und seine Kollegen bei ihrer Neuberechnung der Temperaturen auf Messungen von Satelliten zurück, die den ganzen Kontinent abdecken. Zwar sind die Himmelsspäher erst seit 25 Jahren im Einsatz, doch die Forscher konnten mit statistischen Methoden, die auch die Daten der Messstationen einbezogen, die Klimaentwicklung der gesamten Antarktis während der vergangenen fünf Jahrzehnte extrapolieren. Die Leute haben das früher im Kopf gerechnet, anstatt exakte Berechnungen anzustellen, bemängelt Steig. Wir haben jetzt die Satellitendaten für solche Kalkulationen genommen, die wichtige Informationen über das räumliche Muster der Temperaturveränderungen liefern.
Erwärmung folgt einem komplexen Muster
Wie sich zeigte, erwärmte sich die Westantarktis einschließlich der antarktischen Halbinsel am stärksten, und zwar um rund 0,1 Grad Celsius pro Dekade, mit der größten Temperaturzunahme jeweils im Winter und Frühling. Im Osten des Kontinents war jeweils im Herbst eine stärkere Abkühlung zu beobachten. Sie konnte die Erwärmung im Westen jedoch nicht kompensieren, so dass die Durchschnittstemperatur des Kontinents insgesamt anstieg. Einfache Erklärungen reichen eben nicht, um die Komplexität des Klimas darzustellen, meint der Geophysiker Steig. Stets hört man, dass sich die Antarktis abkühlt, was aber nicht stimmt. Denn eigentlich erwärmt sie sich, aber in einem komplexen Muster. So erfolge die Temperaturzunahme nicht überall in gleichem Maße, und es gebe auch lokale Abkühlungen. Unterm Strich aber werde der Kontinent in fast dem gleichen Maß wie unser gesamter Globus wärmer.
Die Forschergruppe nennt auch Gründe für die ungleiche Temperaturentwicklung. Der Ozonschwund über der Antarktis, der alljährlich am Ende der Polarnacht zur Bildung des südpolaren Ozonlochs führt, ist mit der Temperatur gekoppelt und trug zur Abkühlung der Ostantarktis bei. Der Abbau des Ozonschildes sei übrigens ein Grund für die Mutmaßung gewesen, der gesamte Kontinent mit Ausnahme der Halbinsel werde kälter.
Demgegenüber sei der Temperaturanstieg im Westen durch Veränderungen der Windsysteme und höhere Temperaturen des Meerwassers zu erklären. Über diesen Teil des Kontinents brausen mehr relativ warme Stürme. Dies führe auch dazu, dass sich die westantarktischen Eisschelfe auflösen.
In absehbarer Zeit werde sich das derzeitige Klima-Bild der Antarktis jedoch ändern, vermutet Steig. Demnächst werden die Anstrengungen, den Ozonschild zu reparieren, Erfolg haben, sagt er. Bis Mitte des Jahrhunderts könnte das Ozonloch dann verschwunden sein. Dann wird sich die Antarktis im gleichen Maße wie der Rest der Welt erwärmen. Simulationsrechnungen, die von der Forschergruppe mit einem Computermodell des antarktischen Klimas durchgeführt wurden, bestätigten diese mögliche Entwicklung.
Wenn der Meeresspiegel steigt
Eine weitere neue Studie zeigt, welche Folgen das Abschmelzen der arktischen wie antarktischen Eismassen haben könnte. Nach Hochrechnungen dänischer Geophysiker wird der Meeresspiegel in den nächsten 100 Jahren um einen ganzen Meter steigen – dreimal mehr, als der Weltklimarat IPCC prognostiziert. Die Differenz resultiert aus der Methodik der Prognosen. Entscheidend für das Ausmaß des Anstiegs ist das Abschmelzen der Eisschilde Grönlands und der Antarktis. Während sich das IPCC auf Modellrechnungen beruft, die einen langsamen Zerfall des Polareises signalisieren, nutzten die Dänen historische Klimadaten, die sie aus Eiskernen, Wachstumsringen von Bäumen und früheren Aufzeichnungen gewannen. Sie zeigen, dass die Eisschilde durch die globale Erwärmung viel rascher schmelzen als gedacht.
Quelle: www.focus.de
Weiterer ausführlicher Bericht (und Diskussion): http://faz-community.faz.net/blogs/p...imawandel.aspx
01.05.09, 20:10 # 20 (permalink)
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