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Video-Diskussion: Steffen Bockhahn über Programme gegen Extremismus

Diskutieren Sie mit Steffen Bockhahn (Die Linke) über Einsparungen im Kampf gegen Rechtsextremismus und andere Programme.
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"Es lebe das heilige Deutschland!"
Peter Mühlbauer 27.03.2008
Gibt es bei der Bundeswehr "Offiziere einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht"?
Hassmails zu bekommen ist nichts Ungewöhnliches. Wenn jedoch der Absender bei einer Organisation tätig ist, in der er viel über das Töten lernt und jederzeit Zugang zu Waffen hat, dann bekommt solch eine Mail einen anderen Stellenwert. Jürgen Rose vom Arbeitskreis [extern] Darmstädter Signal erhielt solch eine Hassmail – gezeichnet mit Namen und Titel eines Mannes, der nicht nur bei der Bundeswehr tätig ist, sondern bei der Elitetruppe KSK, deren genaue Aktivitäten das Verteidigungsministerium weitgehend geheim hält.
Herr Rose - Sie erhielten eine Mail, in der Ihnen gedroht wurde. Was stand da genau drin?
Hans-Jürgen Rose: Das war am 28. Juli 2007, und der Absender, der mit Klarnamen "[K.], Daniel (Hauptmann)" [Name von der Redaktion geändert] unterschrieben hat, schrieb:
durch Zufall bin ich über die Seite des DS gestoßen.
Mit Befremden registriere ich die strukturelle Ausrichtung Ihrer Vorfeldorganisation und distanziere mich als deutscher Offizier entschieden von diesem linken Zeitgeistkonglomerat uniformierter Verpflegungsempfänger. Nicht die Kritik an kritikwürdigen Themenfeldern kritisiere ich, sondern die Intention und Diktion dahinter. Sie wissen was ich meine und sie wissen auch, dass sie nicht das Sprachrohr einer, unserer Armee sind. Ich beurteile sie als Feind im Inneren und werde mein Handeln daran ausrichten, diesen Feind im Schwerpunkt zu zerschlagen. Die Phase des 68er Marsches ist beendet, kehren Sie um in den Gulag der politischen Korrektheit oder in die Sümpfe des Steinzeitmarxismus, dem Sie entkrochen sind. Sie werden beobachtet, nein nicht von impotenten instrumentalisierten Diensten, sondern von Offizieren einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht.
Somit verbleibe ich mit vorzüglicher Geringschätzung und trefflicher Erheiterung in der Betrachtung Ihrer weiteren operativen Unfähigkeit.
Kaufhold, Daniel Hauptmann
"Es lebe das heilige Deutschland" (Stauffenberg)"
Es wirkt relativ ungewöhnlich, dass eine Mail dieses Inhalts mit einem Klarnamen unterzeichnet ist. Hat der Unterzeichner denn zugegeben, dass sie tatsächlich von ihm stammt?
Hans-Jürgen Rose: Mir gegenüber persönlich nicht, er hat sich auch nie entschuldigt. Ich gehe aber davon aus, dass er das war, denn sonst wäre er kaum disziplinar gemaßregelt worden, wie das ja geschehen ist. Ich habe nach dem Erhalt der Mail über meine internen Ansprechpartner und zuständigen Stellen Meldung erstattet. Der MAD hat dann relativ schnell aufgeklärt, dass es einen Offizier dieses Namens tatsächlich gibt - in Calw. Später bekam ich dann, nachdem ich das meinem Disziplinarvorgesetzten gemeldet hatte, ein Schreiben, in dem er mir mitteilte, dass er das zuständigkeitshalber an den Chef des Stabes Kommando Spezialkräfte zur weiteren Bearbeitung weitergegeben hat. Daraus war dann ersichtlich, dass es in der Tat diesen Offizier beim Kommando Spezialkräfte gibt. Anschließend bekam ich dann den Bescheid aus dem KSK selbst, dass man das dort bearbeitet, und später den Bescheid, dass man entsprechend tätig geworden ist und das disziplinar geahndet hat.
Parallel habe ich das bei der Polizei angezeigt (dazu hatte mir der MAD geraten) und auch eine Eingabe zum Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages geschickt. Das dauerte ziemlich lange - der hatte das nämlich im Verteidigungsministerium, beim Inspekteur des Heeres, zur Stellungnahme abgegeben, und dann ging das durch sämtliche Hierarchiestufen. Dieser militärbürokratische Bearbeitungsgang – runter und wieder rauf zum Wehrbeauftragten – nahm dann etwa ein halbes Jahr in Anspruch, bis ich im Februar einen endgültigen Bescheid vom Wehrbeauftragten bekam. Darin teilte er mir mit, dass er dieses Schreiben ebenfalls unerträglich findet, und er monierte, dass er die disziplinare Würdigung für unangemessen hält. Gestern habe ich einen Anruf von einem Bundestagsabgeordneten bekommen, der die Bundeswehr seit langem kennt, und der mir sagte, dass man in früheren Zeiten – noch während des Kalten Krieges – einen solchen Offizier umstandslos entlassen hätte.
Die Mail erhielten Sie also bevor Tom Cruise seine [extern] bizarre Bambiverleihungsrede hielt, die er mit der Grußformel vom heiligen Deutschland abschloss?
Hans-Jürgen Rose: Das habe ich nicht zur Kenntnis genommen. Der Satz "Es lebe das heilige Deutschland!" soll wohl von Stauffenberg stammen, er soll das gerufen haben als er im Bendlerblock vor dem Erschießungskommando stand. Warum sich dieser Herr [K.] dieser Formel bedient, das kann ich nicht genau nachvollziehen. Allerdings ist anzumerken, dass die Offiziere und Widerstandskämpfer des 20. Juli nicht allesamt lupenreine Demokraten waren. Insbesondere den Offizieren schwebte wohl eher eine etwas autoritäre Militärherrschaft in Deutschland vor. Das ergibt sich ja auch aus der Besetzungsliste, mit Generaloberst Beck an der Spitze. Vielleicht ist es so, dass in diesen Kreisen, in denen [K.] verkehrt, diese Gruppe von Hitler-Attentätern als deutschnational wahrgenommen wird und man sich deswegen mit denen identifiziert - das kann ich nicht genau nachvollziehen.
Sie glauben also tatsächlich an eine solche Gruppe, und weniger an einen schlechten Scherz?
Hans-Jürgen Rose: Das ist natürlich schwer einzuschätzen. Es gibt in der Tat zwei Möglichkeiten: Die eine ist, dass er nicht ganz Herr seiner Sinne war, als er das schrieb - vielleicht hatte er exzessiv dem Alkoholgenuss gefrönt. Das scheint mir aber nicht ganz so wahrscheinlich - vor dem Hintergrund, in dem sich das KSK oftmals schon bewegt hat (oder zumindest bestimmte Kameraden aus dem KSK, was ab und zu mal nach oben gekommen ist, beispielsweise die Fahrten mit Rommels Afrikakorps-Palme in Afghanistan). Aber es lässt sich nicht endgültig entscheiden, ob er da jetzt als Einzeltäter steht, oder ob tatsächlich - wie er schreibt - eine Gruppe dahintersteckt. Das sind auch die Befürchtungen und Überlegungen, die den Wehrbeauftragten bewegt haben (und die ihm Sorgen bereiten) - dass [K.] tatsächlich für eine Art Freikorps steht, wie wir das aus Weimarer Zeiten kennen.
Sie halten es also tatsächlich für möglich, dass es Strukturen gibt, wie sie in den zwanziger Jahren zu Fememorden führten, oder wie man sie aus der Türkei als der "tiefe Staat" kennt?
Hans-Jürgen Rose: Man kann das ja nicht ausschließen. Die NATO hat ja während des Kalten Krieges diese Geheimorganisation namens "Gladio" aufgebaut. Da hat man solche Strukturen tatsächlich angelegt - von ganz oben her. Man kann nicht ausschließen, dass es so etwas gibt, sondern müsste versuchen, das weiter zu ermitteln. Da scheint mir, dass man bisher nicht unbedingt sehr weit gegangen ist - weder von Seiten des MAD, noch von Seiten der Staatspolizei hier in Bayern, die ich ja auch eingeschaltet hatte.
Nun arbeitete "Gladio" aber fast ausschließlich mit Schwarzer Propaganda. Da müsste der Unterzeichner ja eigentlich als jemand ganz anderes unterzeichnet haben, und als ganz andere Organisation mit ganz anderem politischen Hintergrund auftreten?
Hans-Jürgen Rose: Genau - dann hätte er sich sicherlich getarnt. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es geheime Strukturen bereits gab. Und deshalb ist es nicht auszuschließen, dass es auch heute geheime Strukturen gibt. In Weimarer Zeiten sind ja diese Herrschaften, die sich so betätigt haben, ganz offen aufgetreten, weil sie nichts zu befürchten hatten. Man sieht ja auch in diesem Falle, dass eigentlich fast gar nicht reagiert wurde, wie ja auch der Wehrbeauftragte moniert. Der Kamerad hat wahrscheinlich einfach einen Verweis bekommen. Das ist wie so ein Punkt in Flensburg, der ist nach zwei Jahren wieder aus dem Disziplinarbuch gelöscht, und er hat wieder eine weiße Weste. Das ist nichts weiter als eine Verwarnung - und das empfindet der Wehrbeauftragte als unangemessen. Möglicherweise hat der junge Hauptmann in dem Bewusstsein, dass ihm sowieso nichts passieren kann, seine Suada über das Internet abgelassen. Vielleicht fühlte er sich auch deswegen sicher, weil er mit einer privaten Email-Adresse tätig wurde.
Wodurch werden denn solche Strukturen potentiell gefördert?
Hans-Jürgen Rose: Das ist eine ganz wichtige Frage: Sicherlich kann man sich auf diesen unteren Ebenen durch das Handeln und Reden von oberster Stelle animiert fühlen. Um nur mal ein Beispiel zu nennen: Es gab mal einen General namens Grashey, der hielt 1969 an der Führungsakademie in Hamburg eine Rede, in der er sagte: "Die Innere Führung ist eine Maske, wir können sie endlich ablegen, das war sowieso nur ein Zugeständnis an die Sozialdemokraten." Er wurde dann von Helmut Schmidt umstandslos gefeuert.
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Der amtierende des deutschen Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde, verkündete: "Wir brauchen den archaischen Kämpfer!". Und ein Fallschirmjäger-Kamerad ergänzte im selben Geiste: "Man muss sich diesen archaischen Kämpfer vorstellen als einen Kolonialkrieger, der fern der Heimat nach eigenen Gesetzen lebt und handelt." Dieser Inspekteur ist nach wie vor unbeschadet in Amt und Würden. Solche Äußerungen geschehen seit der Endphase des Verteidigungsministers Wörner, und es hat sich nach dem Ende des Kalten Krieges verstärkt. Wenn man also von ganz oben her diesen wehrmachtsinspirierten Kämpferkult predigt, solche Latrinenparolen ausgibt, die sich dann kaskadenartig über alle Hierarchieebenen ergießen, dann muss man sich nicht wundern, wenn an unterster Ebene solche Kloaken entstehen wie in Calw oder in Coesfeld. Der Fisch beginnt bekanntlich vom Kopfe her zu stinken.
Was eben zu monieren ist, ist ein völliges Unverständnis darüber, was Innere Führung eigentlich bedeutet. General Baudessin, der nicht umsonst später Gründungsdirektor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg wurde, legte sein Konzept der Inneren Führung zusammen mit dem Leitbild vom Staatsbürger in Uniform auf eine Entmilitarisierung des soldatischen Bewusstseins hin an. Die Zivilisation des militärischen Gewaltapparates stand im Vordergrund, und auch der Frieden als Auftrag. Und dazu sollte eben der Staatsbürger – und jetzt auch die Staatsbürgerin – in Uniform in der Armee die grundlegenden Menschen- und Bürgerrechte genießen können. Die sollten erhalten bleiben. Die Armee durfte kein Staat im Staate werden - und der Frieden war der Ernstfall.
Das war den alten Wehrmachtskämpfern, die die Bundeswehr aufgebaut haben, schon immer ein Dorn im Auge, denn sie wollten im Grunde nichts weiter als mit dieser Bundeswehr eine optimierte Wehrmacht installieren. Nachdem man den Kalten Krieg gewonnen hatte, begann diese Phase, dass man mit Macht versuchte, einen neo-traditionalistischen Kämpferkult zu implementieren. Das ist auch in weiten Teilen gelungen. Beispielsweise verkündete Johann Adolf Generalmajor von Kielmansegg, der Sohn des alten Grafen Kielmansegg, schon 1991 in der Offizierszeitschrift "Truppenpraxis": "Der Krieg ist der Ernstfall. Auf die Kriegstüchtigkeit einer Armee ist alles auszurichten. Die Zivilisierungsmöglichkeiten einer Armee sind begrenzt. Der Soldat soll schon die Grundrechte erfahren, aber durchaus nicht alle. Er soll aus Liebe für sein Vaterland kämpfen und sterben." Solche Parolen wurden seit den neunziger Jahren ausgegeben. Das hat bis heute nicht nachgelassen, und das wirkt sich natürlich letztlich verheerend aus.
Was ist mit dem Mann passiert, der diese Parole ausgegeben hat?
Hans-Jürgen Rose: Dem ist nichts passiert. Generäle dürfen so etwas sagen. Sie dürfen die Innere Führung in Frage stellen, das Leitbild vom Staatsbürger in Uniform... Das ist eine Kaste, die ist nahezu unantastbar. Außer wenn sie wirklich über die Stränge schlägt wie dieser [local] General Günzel im [local] Fall Hohmann. Gerade im Bezug auf die KSK lässt sich bestimmt die These aufstellen, dass der Geist, den zum Beispiel jemand wie Günzel in die Truppe gebracht hat, natürlich fortwirkt.
Wie gehen Sie jetzt weiter vor?
Hans-Jürgen Rose: Aus meiner Sicht ist nichts weiter zu tun. Ich habe meine Meldung gemacht innerhalb der Bundeswehr - und ich habe die Bescheide entsprechend bekommen. Jetzt findet Öffentlichkeitsarbeit statt, und das halte ich auch für notwendig. Wir sollten zum Beispiel mal die Frage stellen, wozu wir eigentlich dieses Kommando Spezialkräfte brauchen. Was ist eigentlich deren Auftrag? Kann es angehen, dass der deutsche Steuerzahler diese Geheimschwadronen finanziert, die in deutschem Auftrag weltweit operieren – demokratisch völlig unzureichend kontrolliert? Das halte ich für einen Skandal.
Diese Gruppe wird ja auch vom deutschen Bundestag mandatiert im Rahmen der völkerrechtswidrigen Operation "Enduring Freedom". Das ist das System Guantanamo, was da gefüttert wird. Neulich konnten wir in einer schönen Dokumentation über politisches Kidnapping die Information erhalten, dass 30.000 bis 50.000 Menschen in diesem [local] Rendition-System verschleppt wurden. 85%, so dieser interviewte ehemalige Mitarbeiter des US State Department, sind unschuldig. Die [local] Folterlager in Rumänien und Polen hat man mittlerweile aus politischen Gründen dichtmachen müssen, jetzt lässt man in Somalia foltern. Vor deren Küste schippert die deutsche Bundesmarine herum - im Rahmen der Operation "Enduring Freedom", um das abzusichern. Und das KSK wird eben auch im Rahmen dieser Operation eingesetzt. Über solche Dinge sollten wir langsam mal beginnen, nachzudenken - im siebten Jahr des Krieges, in dem wir uns befinden.
Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27588/1.html
Das KSK ist strengeren demokratischen Kontrollen zu unterwerfen und deren Aufgabengebiete lückenlos und zeitnah zu dokumentieren. Noch dazu jeder Auftrag und Einsatz im vollen Umfang ohne Ausnahmen im Übereinstimmung mit dem deutschen Grundgesetz zu erfolgen hat und keine Zusammenarbeit mit anderen Nationen erfolgen kann, wenn es das Grundgesetz und das Mandat nicht zulässt.
27.03.08, 04:07 # 2 (permalink)
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Sachsenpaule
Jammerossi-
Sachsenpaule
Jammerossi
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ganz unrecht hat der ksk- hauptmann aber nicht, wenn man sich mal die thesen des ds anschaut.
ich möchte mein land im verteidigungsfall nicht in den händen von solchen 68er wirrköpfen sehen. das passt nicht zu einer wehrhaften armee.
da sind mir offiziere vom schlage des ksk- hauptmann schon lieber.
Frank Rost: „Neulich in Bremen haben wir gesehen, wie unsere Fans wie eine Rinderherde vom Bahnhof zum Stadion getrieben wurden.
Ich staune über die Leute, die da noch zum Fußball gehen. Ich würde es nicht machen“.
27.03.08, 08:00 # 3 (permalink)
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Machine Head
Fuck The Gap!-
Machine Head
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Ich fand Günzels Äußerungen nicht so schlimm, die Afrika-Corps-Palme auf dem Wolf ging auch noch.. Aber langsam fügt sich da ein gewisses Bild zusammen, wenn man sich auch noch die Aussagen dieses nationalistischen Hauptmannes anschaut.
Gerade dass er Offizier ist, verschärft für mich die Brisanz noch einmal. Denn von einem gebildeten Menschen darf man gerne mehr verlangen.
Nebenbei bemerkt ist Rose allerdings auch ein Depp.
In Afghanistan aktive und in vorwiegend in Pakistan ausgebildete und von dort geführte militante Islamisten bezeichnet Rose (der auch gerne islamistischen Internetseiten wie dem Hizbollah-nahen "Muslim Markt" Interviews gibt) als "afghanischen Widerstand", so als wären die Aufständischen legitime Repräsentanten der afghanischen Bevölkerung.
http://weblog-sicherheitspolitik.net...-soldaten.aspx
User ist nach http://www.politik-forum.eu/ gezogen.
Servicebereich Literatur:
Buchtipp: John A. Nagl - Learning to Eat Soup with a Knife. Counterinsurgency Lessons from Malaya and Vietnam.
Online-Texte:
SWP-Studie: Die Bundeswehr in Afghanistan
Analyse der Taliban-Bewegung
Foreign Language Institue - Pashto Familiarization und Dari Familiarization
- Absoluter Vorrang vorbeugender ziviler Konfliktlösungen vor militärischen Maßnahmen,
- strikte Einhaltung des Verfassungs- und Völkerrechts,
- Stärkung der UN und der OSZE,
- Stufenweise Verringerung der Streitkräfte auf ca. 120.000 SoldatInnen und Abschaffung der Wehrpflicht,
- Keine Teilnahme der Bundeswehr an friedenserzwingenden militärischen Kampfeinsätzen; Zurückhaltung bei friedenserhaltenden Blauhelmeinsätzen,
- für die Bekämpfung des Terrorismus ist Militär nicht geeignet,
- kein Einsatz der Bundeswehr im Inneren,
- Abbau aller Massenvernichtungsmittel,
- Restriktive Rüstungsexportpolitik,
- Mehr Demokratie für mündige Soldaten in der Bundeswehr,
- Demokratische Traditionspflege, Maßnahmen gegen Rechtsradikalismus in der Bundeswehr,
- offene Diskussion ethischer Fragen des Soldatenseins.
- Ziemlich vage. Der Erfolg von Vorbeugung ist nicht messbar. Praxisuntaugliche Wohlfühl-Forderung.
- Das ist nicht Sache der Armee. Sie muss eigene unveränderliche Grundsätze bewahren. Die Verfassung bindet allenfalls den Gesetzgeber, der sie aber zuweilen auszuhöhlen sich traut, das Völkerrecht steht ebenso unter dem Einfluss von Regierungen.
- Unsinn. Es ist nicht Aufgabe einer Armee, fremde Mächte zu stärken. Widerspricht auch 5.
- Die Wehrpflicht ist abzuschaffen, über die Größe der Streitkräfte ist zu reden.
- Richtig.
- Richtig.
- Richtig.
- Wo denn? Nur über die eigenen kann man verfügen. Es ist aber sinnlos, sich zu entwaffnen in der bloßen Hoffnung, andere würden es auch tun.
- Das ist keine Frage der Politik.
- Unsinn. Wer den Beruf des Soldaten ergreift, gibt ein Stück Freiheit auf.
- Unsinn. Eine Armee ist kein Ort politischen Streits.
- Im Feld oder wo?
Insgesamt eine ziemliche Traumtänzerveranstaltung, die zu recht kritisiert wird. Wer Verantwortung für den Schutz eines Gebietes tragen will, kann nicht zugleich isolationistisch und internationalistisch vorgehen. Nach den Vorstellungen des DS würde die Armee zur prinzipienlosen Diskussionsveranstaltung. Dann könnte man sie auch gleich aufgeben.
Wer den Nationalsozialismus wirklich überwinden will, der kommt nicht daran vorbei, den Sozialismus überwinden zu wollen, denn auch Hitler war ein Linker. Wer heute einen "Kampf gegen Rechts" führt, führt Hitlers Politik und die der DDR fort.
Der Sozialstaat: das ist ein permanenter kalter Bürgerkrieg von oben
27.03.08, 12:30 # 5 (permalink)
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lostsoul
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lostsoul
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27.03.08, 13:13 # 6 (permalink)
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von Mumpitz
ermahnt-
von Mumpitz
ermahnt
Registriert seit: Dec 2007
Ort: gleich hier um die ecke
Beiträge: 2.749
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Unglaublich, dass sie militärisches Eingreifen in jedem Fall anderen Konfliktlösungsmöglichkeiten vorziehen.
Machen sie das im "richtigen Leben" auch so?
Einmal aus Versehen angerempelt, gibts was auf die Fresse..
Streitkräfte stehen unter dem Einfluss der Gesetzgeber.
Im Prinzip haben sie ja recht, aber Menschen entwickeln sich weiter, ethische Grundsätze gewinnen an Bedeutung und Konflikte zu vermeiden oder friedlich zu lösen ist doch besser, als andere von der eigenen Notwendigkeit überzeugen zu müssen.
Ich verstehe den Text so, dass Herr Kaufhold scheinbar sehr besorgt um seinen Arbeitsplatz ist.
Einmal aus Versehen angerempelt, gibts was auf die Fresse..

Streitkräfte stehen unter dem Einfluss der Gesetzgeber.
Dass eine Macht Massenvernichtungswaffen abbaut, bedeutet nicht, dass sie sich von allen trennt. Zudem tun es ja viele andere Mächte nicht. Darauf hat man nun einmal keinen Einfluss und es ist daher töricht, sich selbst völlig zu entwaffnen.
Wer den Nationalsozialismus wirklich überwinden will, der kommt nicht daran vorbei, den Sozialismus überwinden zu wollen, denn auch Hitler war ein Linker. Wer heute einen "Kampf gegen Rechts" führt, führt Hitlers Politik und die der DDR fort.
Der Sozialstaat: das ist ein permanenter kalter Bürgerkrieg von oben
Geändert von Freedy (27.03.08 um 14:46 Uhr).
27.03.08, 15:35 # 8 (permalink)
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Onno
Kafir-
Onno
Kafir
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Wobei ich es als unnötig empfinde, am Ende des Schreibens Staufenberg zu zitieren. Eine E-Mail bedarf wohl kaum einer Signatur.
Das Verhalten des Herrn Rose ist nur ein weiteres Kennzeichen für dessen exhibitionistischen Drang, sich in der Öffentlichkeit als "kritischer Offizier" darzustellen, wo er in Natura jämmerlich ist. Anstatt die Mail zu ignorieren oder sich mit dessen Verfasser inhaltlich in ebenso persönlicher Form auseianderzusetzen, so wie dieser ihm persönlich geschrieben hat, lanciert Rose die E-Mail bewußt in die Öffentlichkeit.
Dabei handelt es sich bei der E-Mail des Herrn Hauptmann Kaufhold nicht um eine "Hassmail", spricht doch ausnahmslos Verachtung und nicht Hass aus Kaufmanns Worten. Eben diese Verachtung aber wird es wohl sein, mit der Herr Rose nicht umgehen kann. Daraus resultiert offenbar auch dessen Entschluss, sich nun als "Opfer" einer ganzen Scharr an rechtsextremen und zutiefst verfassungsfeindlichen Jungoffizieren an die Öffentlichkeit zu wenden. Hauptmann Kaufmann ist aber nicht verfassungsfeindlich, er ist nur aufrichtig.
Es wird sich nur schwerlich ein Vorgesetzter finden lassen, der Hauptmann Kaufmann für diese Aufrichtigkeit bestraft. Herr Rose hat ja derweil seine "Meldung gemacht innerhalb der Bundeswehr" und einen entsprechenden Bescheide bekommen. Das mag Herrn Rose, der offenbar ebenso profilneurotisch wie beschränkt ist, nicht genügen. Vielmehr stellt er fest, dass jetzt "Öffentlichkeitsarbeit" stattzufinden habe, und diese auch "notwendig" wäre. Dabei handelt es sich bei dieser Öffentlichkeitsarbeit um nichts anderes, als ein persönlich zugestelltes Schreiben in der Öffentlichkeit zu diskutieren, dies fein gewürzt mit Denunzierungen und Unterstellungen, es handele sich dabei um ein in der Truppe verbreitetes Problem, ja Herr Rose wäre gar gefährdet, weil der Verfasser der E-Mail mit dem Schießgewehr umgehen könne.
Herr Rose hätte ja Herrn Hauptmann Kaufmann fragen können, was dieser konkret mit jenen "Offizieren einer neuen Generation" meint, die da handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht. Was überhaupt kennzeichnet diese Erfordernis, was bestimmt dann das Handeln? Herr Rose kennt bereits die Antwort. Nahezu das gesamte Offizierkorps der Bundeswehr sieht in Herrn Rose nichts anderes als ein feiges Kameradenschwein und Herr Rose weiß um seinen Ruf im Kreise derer. Welche Option bleibt Herrn Rose in diesem Klima noch offen? Er kann sich nur populistisch zum einzig wahrhaftigen Demokraten in der Bundeswehr stilisieren, zum Vorzeigebürger in Uniform. Mit dieser Taktik ist Herr Rose auch nicht erfolglos. Man sieht es an der Reaktion des Users "SevenZeroOne", der da feststellt, "wir als Deutsche mit unserer Geschichte, können sowas auf keinen Fall hinnehmen und dulden" und der User Mashine Head konstatiert sogar beim KSK ein "echtes Problem", ja bezeichnet den Hauptmann Kaufmann gar als "nationalistisch".
Herr Rose hat damit eines geschafft und einzig das ist sein Ansinnen. Er schafft das Bild vom Arbeitskreis "Darmstädter Signal", welcher heute nicht mal mehr hundert Mitglieder hat, als Leuchtturm für Demokratie und Verfassungstreue innerhalb der Bundeswehr.
In diesem Zusammenhang ist es nur richtig, was Herr Hauptmann Kaufmann gegenüber Herrn Rose feststellt und man kann es gar nicht oft genug wiederholen:
Onno
"Zum Konzept der Toleranzgesellschaft gehört neben dem ständigen Rekurs auf die eigenen Verbrechen, von der Inquisition bis zur Massentierhaltung, auch die Verwechslung von Ursache und Wirkung und der ständige Rollentausch von Tätern und Opfern."
[Henryk M. Broder]
Geändert von Onno (27.03.08 um 15:51 Uhr).
27.03.08, 15:35 # 9 (permalink)
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von Mumpitz
ermahnt-
von Mumpitz
ermahnt
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Dann habe ich ihre Ausführungen zum Darmstädter Signal als Pauschalaussagen mißverstanden.
gruss
v. Mumpitz
Geändert von von Mumpitz (27.03.08 um 15:38 Uhr).
27.03.08, 18:42 # 10 (permalink)
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Seto.Kaiba
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Seto.Kaiba
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