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Medien und Gesellschaft

Video-Diskussion: Peter Tauber (CDU) über freiwillige Dienste

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Tatort Kinderseele

Die Masse der Fälle lässt endlich konstruktive Maßnahmen folgen

Missbrauchsfälle erschüttern die Kirche zoom Missbrauchsfälle erschüttern die Kirche
Quelle: zak mc
von Birgit Schaubach (politik.de)
15.03.2010

Katholische Schuleinrichtungen, Internate, Kinderheime. Sie alle gerieten in den letzten Wochen immer wieder wegen sexueller Übergriffe auf Minderjährige, sowie körperlicher und psychischer Gewalt von Erziehungspersonal massiv in die Schlagzeilen. Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich, Irland und in den Niederlanden gibt es seit Wochen tagtäglich neue Meldungen über Missbrauchsfälle in religiösen Erziehungseinrichtungen. Hunderte von Fällen gelangten in die Öffentlichkeit und es werden noch weit mehr befürchtet. Ein unvorstellbares Ausmaß, wenn man bedenkt, dass ein einziger Missbrauch bereits einer zu viel ist.



Während der Druck auf die katholische Kirche weiter steigt, bewegt sich auch die deutsche Politik etwas und sucht nach Lösungen für den richtigen Umgang mit dem sensiblen Thema. Familienministerin Kristina Schröder (CDU) kündigt einen runden Tisch für den 23. April mit Vertretern aus kirchlichen Kreisen, Politik und Familien- und Pflegeverbände an. Dort sollen Fragen zu Opferschutz und –hilfe, Präventionsmaßnahmen und Strafverfolgung gekläret werden. Unterstützung für diesen Plan findet Schröder bei ihrer Parteikollegin, Bildungsministerin Annette Schavan. Schavan fordert außerdem nachdrücklich die Verlängerung der strafrechtlichen Verjährungsfristen im Falle von Kindesmissbrauch. Ihren Vorstoß begründet sie mit der Tatsache, dass die Vergehen oft erst nach vielen Jahren bekannt werden.


Diesem Vorschlag steht Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) jedoch äußerst skeptisch gegenüber. Schwierigkeiten sieht sie insbesondere darin, nach so langer Zeit den exakten Sachverhalt rekonstruieren zu können. Der Idee des runden Tisches kann die Ministerin mittlerweile mehr abgewinnen. Dabei betonte sie, er dürfe aber nicht eine strafrechtliche Verfolgung ersetzen. Indes schlägt sie vor, Verantwortliche sollen Missbrauchsopfer auch auf freiwilliger Basis entschädigen. Gleichzeitig geht die Justizministerin mit der katholische Kirche hart ins Gericht und wirft dem Vatikan vor, die Aufklärung von Missbrauchsfällen zu behindern. Dies empört wiederum ihre Koalitionspartner der Union, die der liberalen Politikerin Einseitigkeit vorwerfen.



Der deutsche Philologenverband kritisiert hingegen die Idee eines runden Tisches und warf der Politik einen „typischen Aktionismus-Reflex“ vor. Der Verband warnte davor, Schulen unter Generalverdacht zu stellen. Ihr Verbandsvorsitzender Heinz-Peter Meidinger räumt aber ein, dass gewisse Umfelder, wie etwa Internate oder Ganztagsschulen, höheres Gefahrenpotential für Übergriffe bieten und schlägt vor, an jeder Schule psychologisch geschulte Vertrauenspersonen einzusetzen.

Während der Zwist in der Koalition mit diesem schwierigen Thema weitergeht, ist die katholische Kirche um Erklärung bemüht. Der Vatikan lobt laut seinem Sprecher Federico Lombardi das Krisenmanagement in den einzelnen katholischen Einrichtungen in Deutschland und anderen Ländern. Durch Offenheit und die Aufforderung an die Opfer sich zu melden, werde eine rasche Aufklärung der Fälle forciert. Die deutsche Bischofskonferenz kündigte volle Kooperation mit staatlichen Behörden zur Aufklärung der Missbrauchsfälle an. Die Geistlichen sagten auch der Teilnahme an Familienministerin Schröders potentiellem runden Tisch zu.

 



Der konstruktive Umgang der Kirche mit der Thematik und die einzelnen Bemühungen sowie die schnellen Rücktritte von Verantwortlichen finden positiven Anklang. Nichtsdestotrotz lässt der Vatikan eine Suche nach den Gründen und Ursachen für so viele Übergriffe auf Minderjährige in klerikalen Einrichtungen vermissen. Der Vatikansprecher warnt vor einer Pauschalisierung. Schließlich gebe es nicht nur innerhalb der katholischen Kirche Missbrauchsfälle.

Der Großteil der nun gemeldeten Fälle liegt schon viele Jahre zurück. Während sich die Politik darüber den Kopf zerbricht, ob Missbrauch verjähren kann, müssen die Opfer ein Leben lang mit den Folgen zurechtkommen. Andere Fragen bleiben weiterhin unbeantwortet: Welche Rolle spielt die Sexualmoral der katholischen Kirche bei den Vorfällen der pädophilen Übergriffe? Wie kann ein Generalverdacht gegenüber Pädagogen und insbesondere geistlichen Erziehern verhindert werden? Eine konsequente Aufklärung ist der richtige Weg, eine lückenlose Ursachenforschung jedoch unabdingbar.
 


Umfrageergebnis anzeigen: Wie sollte die Politik auf die Missbrauchsfälle reagieren?
Gar nicht, das ist Sache der Schulen
34,48%
(20 Stimmen)
Beratend und vermittelnd, z. B. mit einem runden Tisch
20,69%
(12 Stimmen)
Mit Gesetzen, z. B. durch eine Verlängerung der Verjährungsfrist
22,41%
(13 Stimmen)
Schulen sollen viel stärker durch den Staat kontrolliert werden
22,41%
(13 Stimmen)
Teilnehmer: 58. Diese Umfrage ist geschlossen

15.03.10, 13:41 # 1 (permalink)

Beitrag der Redaktion

Exclamation Tatort Kinderseele: Verhält sich die Politik angemessen?

In der letzten Woche reagierte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) auf die Missbrauchsfälle an Schulen mit einem konkreten Vorschlag: Sie fordert einen runden Tisch, an dem sich verschiedene Gruppen mit dem Thema auseinandersetzen. Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Dossier.

Was halten Sie von dem Vorschlag? Ist das der richtige Weg? Wie sollte sich die Politik Ihrer Meinung nach verhalten?

15.03.10, 15:55 # 2 (permalink)

Wie wärs zur Abwechslung mal mit Ehrlichkeit? Die Politik könnte reagieren, indem sie offen sagt, was Sache ist, was neuste Erkenntnis ist und dass Menschen nix dafür können, wie sie geboren sind. Statt meinen Mitmenschen zu verurteilen, wozu ich gar nicht das Recht habe, könnte ich versuchen, ihn zu verstehen. Das wäre ein Anfang, alles Weitere folgt daraus. Denn dem Phänomen Missbrauch mit Verurteilung zu begegnen, versuchen wir schon seit langem und es hat uns nix gebracht, außer eine Atmossphäre gegenseitigen Mißtrauens zu erzeugen. Wenn in einer Gesprächsrunde jmd beginnt, ehrlich zu werden, werdens meistens die Anderen auch. Was wir benötigen, ist eine Basis, auf der uns fernab von Heuchelei und Hass ein völlig neues Verständnis unserer selbst erwachsen könnte.

Unsere Fähigkeit Illusionen zu kreieren übersteigt zuweilen unsere Möglichkeit, sie als solche zu erkennen


16.03.10, 00:20 # 3 (permalink)

Das wahre Gesicht....

Unsere Gesellschaft wird von Medien überflutet. Dank des Internets, verbreiten sich Informationen rasend schnell.

Es ist fast so, als lebe man gleichzeitig im Arbeitszimmer eines New Yorker Bänkers und im Schlafsaal einer Klosterschule. Mal trifft uns das Schicksal eines 12jährigen Minenopfers, dass ein Bein verlor und nun auf Krücken gehend, einer unwürdigen Zukunft entgegenblickt. Und mal ist es die dekadente Reiche, die ihrem Pudel ein diamantbesetztes Outfit für den Winter in St.Moritz kauft.

Was wir in den Medien zu sehen bekommen, ist das wahre Gesicht des Menschen. Es ist die Bandbreite zwischen Idealen und Abgründen, menschlicher Wärme und unmenschlicher Kälte, die auf unsere Entdeckung gewartet hat.

Es ist der nächste Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung, die mit der Aufklärung ihren Anfang nahm. Und wieder müssen wir uns der Wahrheit stellen. Der Mensch ist nicht von Natur aus Gut. Er ist gleichermaßen zum Bösen veranlagt, wie zum Guten. Wer bisher im Kampf ums Überleben keine Skrupel kannte, ist offenbar im Vorteil. Das Böse scheint jedenfalls seinen Platz auch im endlosen Plan zu haben.

Anders oder besser besser (LOL), lässt sich nicht erklären, was nun gerade Öffentlich wird. Gewalt in Erziehungsheimen und sexueller Missbrauch an Schutzbefohlenen. Na, solange die Evolution kein Gewissen hat und es nicht die eigenen Kinder sind, kann man ja drauflos schlagen und sexuell demütigen. Es dient ja dem eigenen Überleben. Als pervertierter Ausdruck der eigenen Libido. In einem Umfeld, dass einen praktisch kastriert, muss das wie ein unwiderstehlicher Magnet, für das Ausleben der zwanghaft unterdrückten Sexualität sein.

Krank ist das - und menschlich zugleich. Ich glaube jedoch nicht, dass es hilft, wenn den (oder das) Zölibat abgeschafft würde. Die gleichen miesen Schurken, könnten sich dann sogar noch fortpflanzen. Wollen wir das wirklich? Ich stelle die Frage bewußt provokativ. Ich ignoriere dabei nicht, dass Menschen oft durch ihr Umfeld zu dem werden, was sie sind.

Aber wenn man dem Rechnung trägt, was ebenso wahr wie offenbar ist, hat die Frage ihre Berechtigung. Das Böse ist im Menschen verwurzelt. Es dient dem Überleben - dem eigenen. Die, die sich dazu entscheiden, sich und ihre Triebe selbst zu ignorieren (dazu gehören diese Scheinheiligen), sollten auch die Konsequenzen für ihre "Fehlentscheidungen" tragen. Denn es steht jedem frei, so oder so zu leben. Es war ihre Entscheidung, sich an Kindern zu vergehen, anstelle sich auf eine normale Beziehung einzulassen. Gezwungen, hat sie niemand dazu. "Man" lebte lieber weiter den kranken Zwiespalt, den einem der scheinheilige Status und das unheilige Verhalten aufzwang. Es ist eben kein Wunder, das krankes Verhalten auch krank macht. Und man wird auch nicht von Heut auf Morgen so.

Und es steht hier nicht in Frage, ob Priester ein Recht auf Sexualität haben oder nicht. Für mich steht der Glaube ansich in Frage. Wird es nicht langsam Zeit, nicht nach Gott, sondern nach sich selbst zu suchen? Für mich schließt das ein Leben im und mit dem Glauben an einen Gott aus. Wer angeblich im Glauben lebt und dabei die Menschlichkeit aufgibt, hat hier nichts zu suchen, finde ich.

Geändert von Homer Simpson (16.03.10 um 00:53 Uhr).


16.03.10, 09:56 # 4 (permalink)

Neue Gesetzsprechung

Wenn man hört und sieht wie derzeitig über das Thema geredet wird, kann einem nur schlecht werden!
Ich frage mich was ein Kinderleben (Kinderseele) wert ist. Es ist immer noch so, dass man in Deutschland für Delikte die mit Geld zu tun haben härter bestraft wird, als für Delikte gegen Kinder! Deutschland ist und bleibt ein kinderfeindliches Land. Wie ich erfahren habe wurde heute ein Priester suspendiert. Nach über drei Wochen!Was wäre geschehen, wenn es nicht die Katholiken gewesen wären sondern die Musleme? Ich denke dass wir neue Gesetze brauchen. Wie kann sexueller Mißbrauch von Kindern verjähren?????
Ich bin für harte Strafen, ich weiß jetzt kommen wieder viele die daran erinnern das die Leute ja krank sind und auch Rechte haben. Ich sage solche Leute haben keine Rechte mehr! Diese Leute gehören nicht mehr zur Gesellschaft und müssen zumindestens in Haft! Ich warte immer noch darauf das die Priester sich gerichtlich verantworten müssen und das die Gerichte harte Strafen aussprechen und zwar ohne Bewährung!

16.03.10, 10:00 # 5 (permalink)

Zitat von Redaktion
In der letzten Woche reagierte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) auf die Missbrauchsfälle an Schulen mit einem konkreten Vorschlag: Sie fordert einen runden Tisch, an dem sich verschiedene Gruppen mit dem Thema auseinandersetzen. Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Dossier.

Was halten Sie von dem Vorschlag? Ist das der richtige Weg? Wie sollte sich die Politik Ihrer Meinung nach verhalten?
Welche aktuellen Fälle von Kindesmißbrauch liegen denn vor?

Welchen Sinn hat es denn, heute über ausschließlich Jahrzehnte zurückliegende "Fälle" zu diskutieren? Wenn es seither kaum noch Übergriffe gegeben hat, dann diskutieren wir über ein ehemaliges, also ein gelöstes Problem. Entrüstung, "Runde Tische" und Politik sind da nur noch wohlfeil, aber nicht hilfreich.

Eine Analogie gibt es freilich doch:
„Am Freitagabend, dem 28. Mai 1937, hielt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels in der Berliner Deutschlandhalle eine sorgfältig vorbereitete und inszenierte Rede. Die Gauleitung der NSDAP hatte 20.000 Mann als Publikum auf die Beine gebracht, die SA-Formationen der Hauptstadt waren mit ihren Bannern angetreten, Märsche und Kampflieder stimmten die Zuhörer auf den Goebbels-Auftritt ein. Alle deutschen Rundfunksender übertrugen ihn live. Den Zeitungsredaktionen lag der Text bereits vor. Das Thema der Rede war die moralische Verkommenheit der katholischen Kirche. Zwei Monate vorher hatte Papst Pius XI. die Nationalsozialisten schwer verärgert, als er mit seiner Enzyklika die kirchenfeindlichen Schikanen angeprangert und den ideologischen Totalitätsanspruch des Regimes bestritten hatte. Zum Gegenschlag nutzten die Machthaber eine Reihe von Sittlichkeitsprozessen gegen Priester und vor allem Ordensleute, die seit 1936 unter starkem politischen Druck im Gange waren, schon reichlich Propagandaaufmerksamkeit gefunden hatten und nun durch den Ministerauftritt auf eine offizielle Ebene gehoben wurden“, berichtete 2002 Jan Ross in der Wochenzeitung „Die Zeit“.

mehr lesen

Wer den Nationalsozialismus wirklich überwinden will, der kommt nicht daran vorbei, den Sozialismus überwinden zu wollen, denn auch Hitler war ein Linker. Wer heute einen "Kampf gegen Rechts" führt, führt Hitlers Politik und die der DDR fort.
Der Sozialstaat: das ist ein permanenter kalter Bürgerkrieg von oben

Geändert von Freedy (16.03.10 um 10:11 Uhr).


16.03.10, 14:17 # 6 (permalink)

Zitat von Holli
Wenn man hört und sieht wie derzeitig über das Thema geredet wird, kann einem nur schlecht werden!
Damit Du richtig kotzen kannst, ließ das in Ruhe
Sex-Verbrechen in der Kirche / Sexueller Missbrauch bzw. Kindsmissbrauch durch Priester - Pädophile in der Kirche / Kirche: Sexualität, Pädophilie und Verbrechen / Odenwaldschule: Sex-Verbrecher Gerold Becker ist bekannter evangelischer EKD-Theologe

Für den Irren in der Zelle sind alle draußen bekloppt, nur er allein ist normal, dabei ist religiöser Wahn nur eine Art Gummizelle mit Wänden aus Dogmen und ewigen Wahrheiten.


16.03.10, 15:17 # 7 (permalink)

Zitat von Holli
Wenn man hört und sieht wie derzeitig über das Thema geredet wird, kann einem nur schlecht werden!
Ich frage mich was ein Kinderleben (Kinderseele) wert ist. Es ist immer noch so, dass man in Deutschland für Delikte die mit Geld zu tun haben härter bestraft wird, als für Delikte gegen Kinder! Deutschland ist und bleibt ein kinderfeindliches Land. Wie ich erfahren habe wurde heute ein Priester suspendiert. Nach über drei Wochen!Was wäre geschehen, wenn es nicht die Katholiken gewesen wären sondern die Musleme? Ich denke dass wir neue Gesetze brauchen. Wie kann sexueller Mißbrauch von Kindern verjähren?????
Ich bin für harte Strafen, ich weiß jetzt kommen wieder viele die daran erinnern das die Leute ja krank sind und auch Rechte haben. Ich sage solche Leute haben keine Rechte mehr! Diese Leute gehören nicht mehr zur Gesellschaft und müssen zumindestens in Haft! Ich warte immer noch darauf das die Priester sich gerichtlich verantworten müssen und das die Gerichte harte Strafen aussprechen und zwar ohne Bewährung!
na klar haben die täter rechte,sie haben das recht auf ein urteil gemäß unserer rechtssprechung.
pädophile haben weiterhin das recht auf verzicht ihrer sexuellen präferenzen.

16.03.10, 16:18 # 8 (permalink)

Zitat von jevermann
Wie wärs zur Abwechslung mal mit Ehrlichkeit? Die Politik könnte reagieren, indem sie offen sagt, was Sache ist, was neuste Erkenntnis ist und dass Menschen nix dafür können, wie sie geboren sind. Statt meinen Mitmenschen zu verurteilen, wozu ich gar nicht das Recht habe, könnte ich versuchen, ihn zu verstehen. Das wäre ein Anfang, alles Weitere folgt daraus. Denn dem Phänomen Missbrauch mit Verurteilung zu begegnen, versuchen wir schon seit langem und es hat uns nix gebracht, außer eine Atmossphäre gegenseitigen Mißtrauens zu erzeugen. Wenn in einer Gesprächsrunde jmd beginnt, ehrlich zu werden, werdens meistens die Anderen auch. Was wir benötigen, ist eine Basis, auf der uns fernab von Heuchelei und Hass ein völlig neues Verständnis unserer selbst erwachsen könnte.
Wirbst Du hier für Mitgefühl und Verständnis für Kinderficker?

Ich nehme mir das Recht, einen erwachsenen Menschen zu verurteilen, der genau weiß, was ihn erregt, aber nichts dagegen tut und seinem Drang nachgibt.
Die Kinderficker wissen genau, was sie tun. Und solange sie nicht erwischt werden, tut es ihnen auch nicht leid. Das Selbstmitleid kommt erst später, wenn sie ertappt werden.

Ich weigere mich, denen auch nur den Hauch von Verständnis und Mitgefühl entgegenzubringen. Mein Mitgefühl gilt ausschließlich dem Kind, das nicht weiß, wie ihm geschieht, wenn Anus oder Genitalien zerfetzt werden.

16.03.10, 19:51 # 9 (permalink)

Zitat von Redaktion
In der letzten Woche reagierte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) auf die Missbrauchsfälle an Schulen mit einem konkreten Vorschlag: Sie fordert einen runden Tisch, an dem sich verschiedene Gruppen mit dem Thema auseinandersetzen. Lesen Sie mehr dazu in unserem aktuellen Dossier.

Was halten Sie von dem Vorschlag? Ist das der richtige Weg? Wie sollte sich die Politik Ihrer Meinung nach verhalten?
Die Politik kann nur Vorschläge erarbeiten, unterbreiten und Direktiven zu den Ergebnissen nach behindernden Machtkämpfen anregen, die dann von Juristen in Regeln gepackt werden oder auch nicht. Und was dann letztlich herauskommt, muss durch eine Justiz umgesetzt werden, die selbst vom Machtmissbrauch im grossen Stil profitiert. Folglich bestimmen Juristen viel mehr als Politiker, wie sich das Volk und vor allem die Mächtigen darunter verhalten!

Wer weiss, dass man Sexualdelikte in den Archiven der Justiz ohne Aktenzeichen findet, wenn man nach abgegriffenen Akten Ausschau hält, müsste doch langsam auch mal dahinter kommen, dass Macht Mächtigen ermöglicht, aufkosten Schwächerer an Wohlgefühle zu kommen und wir eine übergeordnete Macht brauchen, auf die wir uns verlassen können.

Wer die Spielregeln der Macht durchschaut und begreift, dass alles nur mit Kommunikation funktioniert, kann mehr Sinnvolles leisten als wochenlanges Gestammel an runden Tischen, wenn er dafür sorgt, dass möglichst viele ihr "rechtes Auge" öffnen und sich so mit Juristen verständigen, dass alles recht wird ... Bürger müssten erkennen, dass unser Regelwerk dafür da ist, Rechtsverletzungen so schnell wie möglich abzustellen, denn nur dadurch lassen sich neue verhindern.

Auch wenn sexueller Missbrauch stark triebgesteuert ist, lässt er sich durch eine schlagkräftige Justiz eindämmen. Und je besser die Justiz wird, desto rücksichtsvoller verhält sich auch die Mehrheit des Volkes, die mit ihrem Verhalten den Rest konditioniert, der gern aus dem Rahmen fällt.

Stinkt viel Teufel§cheisse zum Himmel,
schöpft der politische Maulheld aus dem Vollen ...

Geändert von Marion71 (16.03.10 um 20:30 Uhr). Grund: Habe den relativ unbekannten Begriff "Machtkommunikation" ersetzt durch den Gedanken mit dem "rechten Auge"


16.03.10, 21:38 # 10 (permalink)

Zitat von Marion71
Die Politik kann nur Vorschläge erarbeiten, unterbreiten und Direktiven zu den Ergebnissen nach behindernden Machtkämpfen anregen, die dann von Juristen in Regeln gepackt werden oder auch nicht. Und was dann letztlich herauskommt, muss durch eine Justiz umgesetzt werden, die selbst vom Machtmissbrauch im grossen Stil profitiert. Folglich bestimmen Juristen viel mehr als Politiker, wie sich das Volk und vor allem die Mächtigen darunter verhalten!

Wer weiss, dass man Sexualdelikte in den Archiven der Justiz ohne Aktenzeichen findet, wenn man nach abgegriffenen Akten Ausschau hält, müsste doch langsam auch mal dahinter kommen, dass Macht Mächtigen ermöglicht, aufkosten Schwächerer an Wohlgefühle zu kommen und wir eine übergeordnete Macht brauchen, auf die wir uns verlassen können.

Wer die Spielregeln der Macht durchschaut und begreift, dass alles nur mit Kommunikation funktioniert, kann mehr Sinnvolles leisten als wochenlanges Gestammel an runden Tischen, wenn er dafür sorgt, dass möglichst viele ihr "rechtes Auge" öffnen und sich so mit Juristen verständigen, dass alles recht wird ... Bürger müssten erkennen, dass unser Regelwerk dafür da ist, Rechtsverletzungen so schnell wie möglich abzustellen, denn nur dadurch lassen sich neue verhindern.

Auch wenn sexueller Missbrauch stark triebgesteuert ist, lässt er sich durch eine schlagkräftige Justiz eindämmen. Und je besser die Justiz wird, desto rücksichtsvoller verhält sich auch die Mehrheit des Volkes, die mit ihrem Verhalten den Rest konditioniert, der gern aus dem Rahmen fällt.
Kommt dir folgendes bekannt vor?

Gesetze sind da, um Rechtsverletzungen rasch aus der Welt zu schaffen. Daß man nicht für jedes Problem ein Gesetz schaffen kann, dürfte jedem klar sein. Daß man deshalb versucht, menschlich-unmenschliches Kreativität bei der Übervorteilung anderer in wenige Regeln zu packen, die möglichst alles abfangen, ist vernünftig. Unvernünftig ist jedoch, wenn man diese Regeln dann so auslegt, daß sie sich nicht mehr dem jeweiligen Regelzweck und dem Zweck des Ganzen decken.

Pax tecum!


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Stichworte
familienministerin, katholisch, kirche, missbrauch, philologenverband, runder tisch, schavan, schröder
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