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12.03.10, 06:05 # 271 (permalink)
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(Türken besetzten und unterdrückten über Jahrhunderte die anderen Völker..)
Das selbe denken ja die Glaubensbrüder der Türken ja auch, die Araber!
Diese Denklogik haben übrigens nicht nur viele Griechen und Armenier. Auch viele Araber ticken so.
Ein Bekannter von mir soll vor einigen Jahren in Saudi Arabien sein Fahrzeug ordnungsgemäß geparkt, und ein Geschäft besucht haben. Ein Araber soll sein Fahrzeug gerammt haben. Nachdem die Polizei kam soll Sie den Türken schuldig gesprochen haben. Grund? Ja, wenn sie erst gar nicht unserem Land wären, käme es erst gar nicht zu diesem Unfall.

Selber Gedankengang. Ihr Griechen, Armenier und Araber seid schon lustige Menschen.
Zu Hauser, der immer wieder den selben Quatsch herauskramt, zB das Christen unter den Türken keine Bürgersteige benutzen durften. Wie oft wurde Hauser nach Quellen für seine Behauptung gefragt und lieferte keine? Oder das Hauser einfach sagt, das unter einer millionenfachen Vertreibung von Türken nicht mehr als 1 Opfer geben könnte. Und wenn ihr alle dem Hauser glaubt, habt ihr doch selber Schuld. Was soll man denn zu euch noch sagen. Spielt mal weiter Kindergarten.
12.03.10, 06:10 # 272 (permalink)
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HauserK
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HauserK
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Zentrum gegen Vertreibungen
12.03.10, 08:27 # 273 (permalink)
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Zentrum gegen Vertreibungen
Deine Quelle ist politisch motiviert. So kommt man nicht weiter. So kannst du unter deinesgleichen sagen "die Türken sind sooo böse" und hörst dasselbe von deinen Kollegen. Etwas erreichen werdet ihr nicht.
In deiner Quelle werden zB Opferzahlen genannt. 1,5 Mio Armenier. 700 000 Pontier. Woher haben sie diese Zahlen? Andererseits wird wenn es um türkische Opfer geht gesagt, "Nicht bekannt". Dabei gibt es sehr wohl "ebenfalls" Zahlen darüber. Also einerseits will deine vermutlich christlich-motivierte Seite genaustens wissen das 700 000 Pontier während ihrer Vertreibung gestorben seien, andererseits will sie nichts davon wissen das es unter den 500 000 vertriebenen Westthrakiern auch Opfer gab. Bei diesen Leuten zählen wahrscheinlich keine türkischen Quellen, nur christliche Quellen. Eben das ist es ja.
So jetzt mal ein paar Quellen von mir.
Am Samstag haben in Berlin Tscherkessen aus Deutschland, Italien, den USA, Israel, der Türkei, den Niederlanden und anderen Staaten des Genozids an ihrem Volk vor 145 durch das zaristische Russland gedacht............
...
Bis heute ist unbekannt, wie viele Menschen durch das russische Verbrechen umkamen. Der Historiker Stephen Shenfield rechnet folgendermaßen: Vor der russischen Kolonisierung gab es rund 2 Millionen Tscherkessen. 1864 war der nordwestliche Kaukasus, das Herzland der Tscherkessen, fast vollständig „gesäubert“. Zwischen 120.000 und 150.000 Tscherkessen wurden in anderen Regionen des Russischen Reiches angesiedelt. Rund 500.000 wurden ins osmanische Reich zwangsdeportiert. Zuvor im Jahr 1858 waren rund 30.000 Familien freiwillig ausgewandert. Das bedeutet, dass es keine Angaben zu rund einer Million Tscherkessen gibt, und wenn man noch diejenigen dazuzählt, die durch die Vertreibung umgekommen sind, gab es wohl fast 1,5 Millionen Opfer.
145 Jahre Genozid: Tscherkessen gedenken in Berlin GfbV Berlin – der Blog
Etwa 750.000 Nordkaukasier, vor allem Tscherkessen und Abchasen wurden ins osmanische Reich zwangsumgesiedelt. Tausende, die nicht unter dem Joch der Russen leben wollten aber auch nicht ihre Heimat verlassen wollten, legten sich an der Küste des Schwarzen Meeres in der glühenden Hitze zum Sterben in den Sand. Andere stürzten sich von den Felsen in die Schluchten herab um nicht in die Hände der Russen zu fallen. Viele kamen während der Überfahrt auf dem Schwarzen Meer um und manche sprangen aus Sehnsucht von den Schiffen ins Meer um wieder zurück in die Heimat zu kehren. Mit osmanischen und russischen Frachtern wurden die Tscherkessen in verschiedene Küstenstädte des osmanischen Reiches, wie Samsun, Trabzon, Sinop, Varna, Izmir, Izmit, Istanbul, Antalya, Iskenderun, Lazkiye Hayfa und Iskenderiye gebracht. Viele Orte waren klimatisch so ungünstig dass unter den Flüchtligen Seuchen ausbrachen. An manchen Orten starben täglich hunderte von Menschen. Die türkischen Behörden waren auf die Ankunft so vieler Menschen zu keinem Zeitpunkt vorbereitet und so nahm die Tragödie ihren Lauf. Bis heute gibt es nur Schätzungen über die Zahl der Flüchtlinge als auch über die Zahl der Toten während der Zwangsumsiedlung.
Ein Teil der Vertriebenen aus dem Nordwestkaukasus wurde vom osmanischen Reich als Wehrbauern auf dem Balkan angesiedelt. Nachdem russisch - türkischen Krieg 1877-1878 aus dem die Russen siegreich hervorgingen und dem daraus resultierenden Vertag von Berlin, in dem festgelegt wurde, dass alle Tscherkessen und Abchasen den Balkan verlassen müssen, erfolgte eine weitere Zwangsumsiedlung dieser Völker. Diese wurden nun in den Westen der Türkei umgesiedelt, vorwiegend um die Städte Balikesir, Sakarya, Bolu und Eskisehir und mit Schiffen in den Nahen Osten, nach Syrien und Palästina gebracht.
Ein weiterer Teil der Tscherkessen und Abchasen aus dem Kaukasus wurde von der türkischen Schwarzmeer Stadt Samsun über Tokat, Kayseri, Adana, Hatay bis hin nach Amman Jordanien angesiedelt. Durch den Zerfall des osmanischen Reiches und der Entstehung neuer arabischer Länder im 20 Jahrhundert, leben die Tscherkessen heute verstreut und voneinander getrennt innerhalb verschiedener Länder wie der Türkei, Syrien, Jordanien und Israel.
21. Mai 1864
Eine vom türkischen Übersetzte Seite über die Gräuel an den türkischen bzw muslimischen Bewohnern Kretas, ihre Vertreibung, Zerstörung ihrer Kulturgüter, aus dem Jahre 1897:
Google Nachricht
Wenigstens müssen wir Türken nicht immer aus Vertriebenen gleich Tote machen und den anderen Nationen Völkermord vorwerfen. Auch so ist es schlimm genug.
Hier noch eine Quelle:
5. Flüchtlinge und Vertriebene zwischen 1814 -1926 (7)
Um die Tragweite der Flucht und Vertreibung muslimischer Bevölkerungsgruppen darzu- stellen möchte ich einige Zahlen nennen, um das ganze Ausmaß dieser vor allem für die Bewohner der türkischen Republik trauma- tischen Erlebnisse und Flüchtlingsproblematiken zu verstehen.
1814 - 1826 Serbischer- und griechischer Unabhängigkeitskrieg ca. 20-40.000 Tsd. Flüchtlinge.
1854 bis 1865 Russische Vertreibungen muslimischer Krimtataren in die Balkanprovinzen ca. 300.000 Tsd.
1875 - 1878 Vertreibungen und Flucht aus Bosnien, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Griechen- land ca. 500.000 bis 600.000 Tsd.
1908 Umsiedlung von Muslime aus Kreta ca. 90.000 Tsd.
1912 - 1914 1. und 2. Balkankrieg Vertreibung, Flucht, Deportation und Umsiedlung ca. 450.000 Tsd.
1919 - 1926 Inneranatolische Flüchtlinge und ausgesiedelte Flüchtlinge aus Griechenland ca. 1,2 Mio.
Flüchtlinge und Umsiedler bzw. Aussiedler zwischen 1923 und 1991 aus den ehemaligen Balkanprovinzen.
1923 bis 1991 Aussiedlung und Flüchtlinge aus Bulgarien ca. 700.000 Tsd.
1929 - 1936 Umsiedlung aus Rumänien ca. 120.000 Tsd.
1949 - 1960 Umsiedlung und Flüchtlinge aus Jugoslawien ca. 300.000 Tsd.
1930 -1960 Flüchtlinge aus Griechenland ca. 60.0000 Tsd.
Zusammenfassend ergibt sich eine Zahl von cirka 1,3 Mio. Flüchtlinge auf dem Balkan, die mehr oder weniger vollständig in Anatolien angesiedelt werden mußten. Während des türkischen Unab- hängigkeitskrieges wurden neue Flüchtlingsströme in Anatolien hervorgerufen, die ungefähr 1,2 Mio. Menschen umfaßten, darunter natürlich auch Flüchtlinge, die schon einmal oder mehrmals Vertrei- bung erlebt hatten. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches erfuhr die türkische Republik noch einmal eine kontinuierliche Einwanderung von Flüchtlingen aus den ehemals euro- päischen Besitzungen des Osmanischen Reiches in einer Größenordnung von ca. 1,2 Mio. Mensch- en. Zählt man zu dieser Zahl noch die 450.000 Menschen hinzu, die nach dem türkischen Unab- hängigkeitskrieg durch einen Bevölkerungsaustausch mit Griechenland aufgenommen werden mußten, so ergibt sich eine Übereinstimmung zu den türkischen amtlichen Übersiedler und Immi- grationszahlen von 1,65 Mio. muslimischen zwischen 1923 und 1991.
Alle diese Zahlen beziehen sich nur auf die Balkanprovinzen nicht auch auf die Flüchtlingszahlen im Kaukasus und Ostanatolischen Gebiet. Ebenso handelt es sich ausschließlich um Zahlen der mus- limischen Bevölkerung, wenngleich ebenfalls große Flüchtlingsbewegungen christlicher Bevölker- ungsanteile (insbesondere griechische und bulgarischer Abstammung) oder jüdische (9) Bevölker- ungsgruppen nicht vergessen werden dürfen.
Anmerkungen und Literatur
1. Josef Matuz: Das Osmanische Reich. Darmstadt 1985 S.210 ff.
2. Edgar Hösch: Geschichte der Balkan-Länder. München 1999 S.140 ff.
3. Justin McCarthy: The ottoman Peoples and The End of Empire. New York 2001 S. 40ff.
4. McCarthy, Op. cit., S. 51 und Suraiya Faroqhi: Geschichte des Osmanischen Reiches. München 2000 S. 92
5. Hierzu siehe die Statistiken bei McCarthy, Op. cit., S.58 ff. sowie Karin Boeckh: Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. München 1996 S.232 ff. und S. 329 ff.
6. McCarthy, Op. cit., S.87 ff, sowie Boeckh, Op. cit., S. 184 ff.
7. Das Zahlenmaterial über Vertriebene und Flüchtlinge wurde über drei Quellen verglichen und zusammengefaßt. Die umfaßtesten Bevölkerungsanalytischen arbeiten entstanden durch den amerikanischen Professor Justin McCarthy. Ebenso sehr Aufschlußreich und Reihhaltig sind die Bevölkerungszahlen bei Karin Boeckh, Op. cit. S. 257 ff. insbesondere für die Balkankriege. Desgleichen interessant sind die Forschungen des Zentrum für Türkeistudien unter Leitung von Professor Faruk Sen. (Hrsg.) Zentrum für Türkeistudien. Das ethnische religiöse Mosaik der Türkei und seine Reflexionen auf Deutschland. Münster 1998 S.17 ff.
8. ZfT, Op. cit. S. 19ff
9. Boeckh, Op. cit., S. 356 ff.
Flucht und Vertreibung der Türken-1814/1926 + 1923/1991 - Balkanforum
12.03.10, 08:41 # 274 (permalink)
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(Türken besetzten und unterdrückten über Jahrhunderte die anderen Völker..)
Wenn hier die Arguemente fehlen heißt es als letztes: "Wäre der Türke in Asien geblieben, wäre alles tausend mal besser".
Diese Denklogik haben übrigens nicht nur viele Griechen und Armenier. Auch viele Araber ticken so.
Ein Bekannter von mir soll vor einigen Jahren in Saudi Arabien sein Fahrzeug ordnungsgemäß geparkt, und ein Geschäft besucht haben. Ein Araber soll sein Fahrzeug gerammt haben. Nachdem die Polizei kam soll Sie den Türken schuldig gesprochen haben. Grund? Ja, wenn sie erst gar nicht unserem Land wären, käme es erst gar nicht zu diesem Unfall.

Selber Gedankengang. Ihr Griechen, Armenier und Araber seid schon lustige Menschen.
Zu Hauser, der immer wieder den selben Quatsch herauskramt, zB das Christen unter den Türken keine Bürgersteige benutzen durften. Wie oft wurde Hauser nach Quellen für seine Behauptung gefragt und lieferte keine? Oder das Hauser einfach sagt, das unter einer millionenfachen Vertreibung von Türken nicht mehr als 1 Opfer geben könnte. Und wenn ihr alle dem Hauser glaubt, habt ihr doch selber Schuld. Was soll man denn zu euch noch sagen. Spielt mal weiter Kindergarten.
Wenn hier die Arguemente fehlen heißt es als letztes: "Wäre der Türke in Asien geblieben, wäre alles tausend mal besser".
Das sagst Du! Ich hab das nicht behauptet! Das ist auch so ein kleines Kindergartenspiel was Du betreibst. Bin besseres von Dir gewöhnt. Wobei, wenn Du das ("Wäre der Türke in Asien geblieben, wäre alles tausend mal besser".) erwähnst weiss ich nicht, ob alles besser wäre. Vielleicht ja vielleicht nein.
Wir werden es nie erfahren.
Es ging doch um das.
@Dreizehner sagte:
die türken waren viele hundert jahre besatzer und unterdrückten die verschiedenen ethnien .
glauben sie die menschen vergessen das so schnell ?
Und ich sagte:
Richtig!
Das selbe denken ja die Glaubensbrüder der Türken ja auch, die Araber!
Was hat nun Deine Antwort drauf mit dem zu tun?
Wenn hier die Arguemente fehlen heißt es als letztes: "Wäre der Türke in Asien geblieben, wäre alles tausend mal besser".
Verstehe ich nicht?!
12.03.10, 08:53 # 275 (permalink)
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Das sagst Du! Ich hab das nicht behauptet! Das ist auch so ein kleines Kindergartenspiel was Du betreibst. Bin besseres von Dir gewöhnt. Wobei, wenn Du das ("Wäre der Türke in Asien geblieben, wäre alles tausend mal besser".) erwähnst weiss ich nicht, ob alles besser wäre. Vielleicht ja vielleicht nein.
Wir werden es nie erfahren.
Es ging doch um das.
@Dreizehner sagte:
die türken waren viele hundert jahre besatzer und unterdrückten die verschiedenen ethnien .
glauben sie die menschen vergessen das so schnell ?
Und ich sagte:
Richtig!
Das selbe denken ja die Glaubensbrüder der Türken ja auch, die Araber!
Was hat nun Deine Antwort drauf mit dem zu tun?
Wenn hier die Arguemente fehlen heißt es als letztes: "Wäre der Türke in Asien geblieben, wäre alles tausend mal besser".
Verstehe ich nicht?!
12.03.10, 09:20 # 276 (permalink)
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Ist schon gut! Wenn ich über A rede und Du mit absicht über R redest.....Sich dumm stellen ist auch ne Antwort.
12.03.10, 09:41 # 277 (permalink)
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HauserK
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HauserK
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In deiner Quelle werden zB Opferzahlen genannt. 1,5 Mio Armenier. 700 000 Pontier. Woher haben sie diese Zahlen? Andererseits wird wenn es um türkische Opfer geht gesagt, "Nicht bekannt". Dabei gibt es sehr wohl "ebenfalls" Zahlen darüber. Also einerseits will deine vermutlich christlich-motivierte Seite genaustens wissen das 700 000 Pontier während ihrer Vertreibung gestorben seien, andererseits will sie nichts davon wissen das es unter den 500 000 vertriebenen Westthrakiern auch Opfer gab. Bei diesen Leuten zählen wahrscheinlich keine türkischen Quellen, nur christliche Quellen. Eben das ist es ja.
So jetzt mal ein paar Quellen von mir.
Am Samstag haben in Berlin Tscherkessen aus Deutschland, Italien, den USA, Israel, der Türkei, den Niederlanden und anderen Staaten des Genozids an ihrem Volk vor 145 durch das zaristische Russland gedacht............
...
Bis heute ist unbekannt, wie viele Menschen durch das russische Verbrechen umkamen. Der Historiker Stephen Shenfield rechnet folgendermaßen: Vor der russischen Kolonisierung gab es rund 2 Millionen Tscherkessen. 1864 war der nordwestliche Kaukasus, das Herzland der Tscherkessen, fast vollständig „gesäubert“. Zwischen 120.000 und 150.000 Tscherkessen wurden in anderen Regionen des Russischen Reiches angesiedelt. Rund 500.000 wurden ins osmanische Reich zwangsdeportiert. Zuvor im Jahr 1858 waren rund 30.000 Familien freiwillig ausgewandert. Das bedeutet, dass es keine Angaben zu rund einer Million Tscherkessen gibt, und wenn man noch diejenigen dazuzählt, die durch die Vertreibung umgekommen sind, gab es wohl fast 1,5 Millionen Opfer.
145 Jahre Genozid: Tscherkessen gedenken in Berlin GfbV Berlin – der Blog
Etwa 750.000 Nordkaukasier, vor allem Tscherkessen und Abchasen wurden ins osmanische Reich zwangsumgesiedelt. Tausende, die nicht unter dem Joch der Russen leben wollten aber auch nicht ihre Heimat verlassen wollten, legten sich an der Küste des Schwarzen Meeres in der glühenden Hitze zum Sterben in den Sand. Andere stürzten sich von den Felsen in die Schluchten herab um nicht in die Hände der Russen zu fallen. Viele kamen während der Überfahrt auf dem Schwarzen Meer um und manche sprangen aus Sehnsucht von den Schiffen ins Meer um wieder zurück in die Heimat zu kehren. Mit osmanischen und russischen Frachtern wurden die Tscherkessen in verschiedene Küstenstädte des osmanischen Reiches, wie Samsun, Trabzon, Sinop, Varna, Izmir, Izmit, Istanbul, Antalya, Iskenderun, Lazkiye Hayfa und Iskenderiye gebracht. Viele Orte waren klimatisch so ungünstig dass unter den Flüchtligen Seuchen ausbrachen. An manchen Orten starben täglich hunderte von Menschen. Die türkischen Behörden waren auf die Ankunft so vieler Menschen zu keinem Zeitpunkt vorbereitet und so nahm die Tragödie ihren Lauf. Bis heute gibt es nur Schätzungen über die Zahl der Flüchtlinge als auch über die Zahl der Toten während der Zwangsumsiedlung.
Ein Teil der Vertriebenen aus dem Nordwestkaukasus wurde vom osmanischen Reich als Wehrbauern auf dem Balkan angesiedelt. Nachdem russisch - türkischen Krieg 1877-1878 aus dem die Russen siegreich hervorgingen und dem daraus resultierenden Vertag von Berlin, in dem festgelegt wurde, dass alle Tscherkessen und Abchasen den Balkan verlassen müssen, erfolgte eine weitere Zwangsumsiedlung dieser Völker. Diese wurden nun in den Westen der Türkei umgesiedelt, vorwiegend um die Städte Balikesir, Sakarya, Bolu und Eskisehir und mit Schiffen in den Nahen Osten, nach Syrien und Palästina gebracht.
Ein weiterer Teil der Tscherkessen und Abchasen aus dem Kaukasus wurde von der türkischen Schwarzmeer Stadt Samsun über Tokat, Kayseri, Adana, Hatay bis hin nach Amman Jordanien angesiedelt. Durch den Zerfall des osmanischen Reiches und der Entstehung neuer arabischer Länder im 20 Jahrhundert, leben die Tscherkessen heute verstreut und voneinander getrennt innerhalb verschiedener Länder wie der Türkei, Syrien, Jordanien und Israel.
21. Mai 1864
Eine vom türkischen Übersetzte Seite über die Gräuel an den türkischen bzw muslimischen Bewohnern Kretas, ihre Vertreibung, Zerstörung ihrer Kulturgüter, aus dem Jahre 1897:
Google Nachricht
Wenigstens müssen wir Türken nicht immer aus Vertriebenen gleich Tote machen und den anderen Nationen Völkermord vorwerfen. Auch so ist es schlimm genug.
Hier noch eine Quelle:
5. Flüchtlinge und Vertriebene zwischen 1814 -1926 (7)
Um die Tragweite der Flucht und Vertreibung muslimischer Bevölkerungsgruppen darzu- stellen möchte ich einige Zahlen nennen, um das ganze Ausmaß dieser vor allem für die Bewohner der türkischen Republik trauma- tischen Erlebnisse und Flüchtlingsproblematiken zu verstehen.
1814 - 1826 Serbischer- und griechischer Unabhängigkeitskrieg ca. 20-40.000 Tsd. Flüchtlinge.
1854 bis 1865 Russische Vertreibungen muslimischer Krimtataren in die Balkanprovinzen ca. 300.000 Tsd.
1875 - 1878 Vertreibungen und Flucht aus Bosnien, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Griechen- land ca. 500.000 bis 600.000 Tsd.
1908 Umsiedlung von Muslime aus Kreta ca. 90.000 Tsd.
1912 - 1914 1. und 2. Balkankrieg Vertreibung, Flucht, Deportation und Umsiedlung ca. 450.000 Tsd.
1919 - 1926 Inneranatolische Flüchtlinge und ausgesiedelte Flüchtlinge aus Griechenland ca. 1,2 Mio.
Flüchtlinge und Umsiedler bzw. Aussiedler zwischen 1923 und 1991 aus den ehemaligen Balkanprovinzen.
1923 bis 1991 Aussiedlung und Flüchtlinge aus Bulgarien ca. 700.000 Tsd.
1929 - 1936 Umsiedlung aus Rumänien ca. 120.000 Tsd.
1949 - 1960 Umsiedlung und Flüchtlinge aus Jugoslawien ca. 300.000 Tsd.
1930 -1960 Flüchtlinge aus Griechenland ca. 60.0000 Tsd.
Zusammenfassend ergibt sich eine Zahl von cirka 1,3 Mio. Flüchtlinge auf dem Balkan, die mehr oder weniger vollständig in Anatolien angesiedelt werden mußten. Während des türkischen Unab- hängigkeitskrieges wurden neue Flüchtlingsströme in Anatolien hervorgerufen, die ungefähr 1,2 Mio. Menschen umfaßten, darunter natürlich auch Flüchtlinge, die schon einmal oder mehrmals Vertrei- bung erlebt hatten. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches erfuhr die türkische Republik noch einmal eine kontinuierliche Einwanderung von Flüchtlingen aus den ehemals euro- päischen Besitzungen des Osmanischen Reiches in einer Größenordnung von ca. 1,2 Mio. Mensch- en. Zählt man zu dieser Zahl noch die 450.000 Menschen hinzu, die nach dem türkischen Unab- hängigkeitskrieg durch einen Bevölkerungsaustausch mit Griechenland aufgenommen werden mußten, so ergibt sich eine Übereinstimmung zu den türkischen amtlichen Übersiedler und Immi- grationszahlen von 1,65 Mio. muslimischen zwischen 1923 und 1991.
Alle diese Zahlen beziehen sich nur auf die Balkanprovinzen nicht auch auf die Flüchtlingszahlen im Kaukasus und Ostanatolischen Gebiet. Ebenso handelt es sich ausschließlich um Zahlen der mus- limischen Bevölkerung, wenngleich ebenfalls große Flüchtlingsbewegungen christlicher Bevölker- ungsanteile (insbesondere griechische und bulgarischer Abstammung) oder jüdische (9) Bevölker- ungsgruppen nicht vergessen werden dürfen.
Anmerkungen und Literatur
1. Josef Matuz: Das Osmanische Reich. Darmstadt 1985 S.210 ff.
2. Edgar Hösch: Geschichte der Balkan-Länder. München 1999 S.140 ff.
3. Justin McCarthy: The ottoman Peoples and The End of Empire. New York 2001 S. 40ff.
4. McCarthy, Op. cit., S. 51 und Suraiya Faroqhi: Geschichte des Osmanischen Reiches. München 2000 S. 92
5. Hierzu siehe die Statistiken bei McCarthy, Op. cit., S.58 ff. sowie Karin Boeckh: Von den Balkankriegen zum Ersten Weltkrieg. München 1996 S.232 ff. und S. 329 ff.
6. McCarthy, Op. cit., S.87 ff, sowie Boeckh, Op. cit., S. 184 ff.
7. Das Zahlenmaterial über Vertriebene und Flüchtlinge wurde über drei Quellen verglichen und zusammengefaßt. Die umfaßtesten Bevölkerungsanalytischen arbeiten entstanden durch den amerikanischen Professor Justin McCarthy. Ebenso sehr Aufschlußreich und Reihhaltig sind die Bevölkerungszahlen bei Karin Boeckh, Op. cit. S. 257 ff. insbesondere für die Balkankriege. Desgleichen interessant sind die Forschungen des Zentrum für Türkeistudien unter Leitung von Professor Faruk Sen. (Hrsg.) Zentrum für Türkeistudien. Das ethnische religiöse Mosaik der Türkei und seine Reflexionen auf Deutschland. Münster 1998 S.17 ff.
8. ZfT, Op. cit. S. 19ff
9. Boeckh, Op. cit., S. 356 ff.
Flucht und Vertreibung der Türken-1814/1926 + 1923/1991 - Balkanforum
Danke Caution für deinen Beitrag
Es stimmt man darf das Leid und die Vertreibung der Moslems auch nicht vergessen.
Ich persönlich sehe es auch als Fehler, die Vertreibung der Moslems
Ja mit den Zahlen der moslemischen Opfer, kann ich nichts sagen außer das e sin meiner Quelle nicht drin steht.
Aber ich kann mich errinern Egaleo hatte mal eine Quelle gepostet wo es drin stand, ich glaube vom Balkan 500000 Opfer.
Ich glaube auch nicht das es den Türken primär um Religion ging, eher um den türkischen Nationalismus, weil es wurden später auch Massaker an Kurden begangen.
In einem Punkt haben wir unterschiedliche Meinungen, wir wissen das Völkermorde waren an den Armeniern , Pontiern und Assyrern
12.03.10, 11:23 # 278 (permalink)
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Aspira
Trapezounta-
Aspira
Trapezounta
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Danke für diese Information. Meiner Meinung nach hätte Esperar dies schon vor längerer Zeit machen müssen.
Auch die Volksgruppe der Mescheten, die in der Türkei leben, wurden Opfer von schlimmen Massakern und Deporationen durch Stalin.
Unzählige anderer Volksgruppen, die in der Türkei eine Heimat und Schutz gefunden haben, wurden vertrieben und massakriert.
Für das Europaparlament sind aber diese Menschen muslimischen Glaubens wertlos.
Eine sehr niederträchtige Einstellung!
Esevtam emoliges kardiam ekoliges
O Pontos zei
I kor epigen so parxar
Agapo se, agapas me![]()
Anatolien, Wiege der Zivilisation
12.03.10, 11:28 # 279 (permalink)
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Aspira
Trapezounta-
Aspira
Trapezounta
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Wieder mal nicht ganz richtig
Moslems werden in Griechenland gut behandelt im Unterscheid zu der Türkei, wo dort einige Morde gegen Chrsiten in den vergangenen Jahren stattgefunden haben.
Oder willst du es leugnen?
Man muss das gemeinsame suchen und nicht das was trennt, genau das will die moslemische NMinderheit mit der Nennung der Vereine,
warum muss es was nationalistisches sein, Türkischer Verein, reicht es nicht wenn es moslemischer Verein heißt?
Ausschreitungen gegen die Moslems gab es auch nicht wie das Progromm gegen die Christen von 1955 inm Instanbul.
Noch immer werden inm besetzten Nordzypern die Kirchen zerstört und die Ikonen werden auf dem Schwarzmarkt zum Kauf angeboten.
Man muss auch bedenken, Grcihenland ist historisch kein muslimisches Land, dagegen ist die Türkei die Wiege des Christentums
Jetzt hast du wieder was gelernt

Wenn das nicht so traurig wäre, könnte man wahrscheinlich darüber lachen.

In Deutschland sind Türken lebendig verbrannt worden. Spinner gibt es überall.
Esevtam emoliges kardiam ekoliges
O Pontos zei
I kor epigen so parxar
Agapo se, agapas me![]()
Anatolien, Wiege der Zivilisation
Geändert von Aspira (12.03.10 um 11:38 Uhr).
12.03.10, 12:57 # 280 (permalink)
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An Hauser.
Mir ist bewusst das das Osmanische Reich und die Türkei Millionen von Griechen, Asyrern und Armeniern vertrieben, und dabei deren Tod billigend in Kauf genommen hat.
Mir ist aber eben auch die historische Entwicklung bewusst. In den letzten 200 Jahren entflammte in ganz Europa der Nationalismus. Es ist kein Phänomen was erst unter den Jungtürken zu Tage kam. Und der 1. Weltkrieg +- 20 Jahre war der Höhepunkt dieses Phänomens. Dort ist nicht nur das 500 jährige Osmanische Reich untergegangen, sondern auch das 500 jährige Habsburger Reich, das 200 jährige Zarenreich, das Kaiserreich, etc etc... Angefangen hat dies alles mit der französischen Revolution und ihren Höhepunkt hatte es vor 100 Jahren. Da gebe ich niemandem eine Schuld, das ist einfach eine historische Entwicklung. Die Russen zb hatten ein großes Interesse sowohl die Habsburger, als auch die Osmanen zu schwächen. Da bot sich der Balkan und Ostanatolien mit ihren vielen Ethnien bestens an. Nach dem russisch-osmanischem Krieg 1877 entstanden Bulgarien, Serbien, Rumänien, Montenegro.
Danach sollte ein Armenien, Kurdistan usw entstehen.
Die Briten und Franzosen hatten ebenfalls ihre Interessen, die jedoch auch eine Schwächung der Russen vorsah. Sie halfen bei der Unabhängigkeit der Nation Griechenland, andererseits halfen sie den Türken beim Krim-Krieg gegen die Russen.
Letztendlich sind aus einigen Großreichen viele kleinere Nationalstaaten entstanden. Es gab Vertreibungen und Opfer, auf allen Seiten.
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