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17.02.08, 09:13 # 1 (permalink)

Die Tabubrecherin von Haifa

Elite-Soldaten, die Palästinenser misshandeln: Dana Behar wollte nicht wegsehen und zeigte ihre Kameraden an. Anschließend wurde sie als Verräterin beschimpft. Wegen ihres Mutes wird im Land nun über Krieg, Soldatenehre und Übergriffe diskutiert.
Es ist schon schlimm genung, daß nicht nur von den USA gefoltert wird. Es ist nicht schlimm genug, daß auch in israelischen Gefängnissen gefoltert wird. Nein, das allerschlimmste ist doch, wenn die Folterer wehrloser Menschen, die gegen die Genfer Konventionen verstoßen, wie Helden und diejenigen, die die Zivilcourage zeigten, die die Vorfahren der heute lebenden Deutschen nicht hatten, als die Vorfahren der heutigen Israelis gefoltert wurden, wie Verbrecher und Verräter behandelt werden.

Spiegel

Aber eine ganz andere Frage: gibt es solche Held(Inn)en wie Dana auch bei den Palästinensern, bei den Syrern und anderen arabischen Völkern? Ach nein, ich befürchte mal, daß deren Lebenserwartung doch etwas kürzer ist.

Verbosity is not evidence: verbal diarrhoea just indicates that you are full of shit.
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17.02.08, 10:00 # 2 (permalink)

Arrow Die Fratze der Unmenschlichkeit, sie existiert...

Zitat von Cappucino
Es ist schon schlimm genung, daß nicht nur von den USA gefoltert wird. Es ist nicht schlimm genug, daß auch in israelischen Gefängnissen gefoltert wird. Nein, das allerschlimmste ist doch, wenn die Folterer wehrloser Menschen, die gegen die Genfer Konventionen verstoßen, wie Helden und diejenigen, die die Zivilcourage zeigten, die die Vorfahren der heute lebenden Deutschen nicht hatten, als die Vorfahren der heutigen Israelis gefoltert wurden, wie Verbrecher und Verräter behandelt werden.

Spiegel

Aber eine ganz andere Frage: gibt es solche Held(Inn)en wie Dana auch bei den Palästinensern, bei den Syrern und anderen arabischen Völkern? Ach nein, ich befürchte mal, daß deren Lebenserwartung doch etwas kürzer ist.
Die Fratze der Unmenschlichkeit hat viele Gesichter.
Sie kann in jedem Menschen stecken, egal wo er wohnt und lebt.

Dana zeigt den Mut, den viele Menschen in Israels Zivilgesellschaft aus Furcht vor Militärrepräsalien nicht aufzubringen imstande sind.
Eine Furcht, die durchaus berechtigt ist, denn allzuschnell würde man als "Kameradenschw..." an den Pranger gestellt. Wie überall auf der Welt, so ist auch die israelische Armee von (hoffentlich nur einigen wenigen) radikalen Nationalisten durchzogen. Jenen Menschen, die den nationalen Gedanken über die Menschlichkeit stellen. Zum Glück ist diese "Sorte" Mensch stets in der klaren Minderheit bei Armeen.

Die überwiegende Mehrzahl derer, die nicht mehr für sinnlose Politik ihr Leben auf´s Spiel setzen wollen wird von Tag zu Tag größer.
Die israelische Friedensbewegung zählt mittlerweile viele zehntausend Mitglieder.
Viele davon sind aktiv tätig - trotz der zahlreichen Anfeindungen und Bedrohungen des eigenen Leib und Lebens.

Die tapfere und mutige Soldatin Dana handelte nach dem Motto:
"Doch es gibt Augenblicke im Leben eines Menschen, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. eine Bürgerpflicht, eine moralische Verantwortung, der man sich nicht entziehen kann."

Mfg
Panther

Geändert von Panther (17.02.08 um 10:07 Uhr).


17.02.08, 10:00 # 3 (permalink)

Ulrike Putzig at it's best. Ein in Israel vorherrschendes Tabu, dass
beim israelischen Dokumentarfilmfestival in Haifa einen Preis
gewinnt. So so!

Ich habe in Deutschland noch keinen preisgekrönten Film vernommen, der sich mit dem Posieren von Bundeswehrsoldaten vor russischen, afghanischen oder was auch immer Totenköpfen befasst hätte. Während also Ulrike Putzig (Künstlername) fleißig von nichtvorhandenen Tabus in der israelischen Gesellschaft schwafelt und unfreiwillige "Joghurt-Gesichtspeelings" zum ultimativen Kriegsverbrechen verklärt, schwelgt man hierzulande immer noch in Träumereien vom heldenhaften deutschen Aufbauhelfer der unablässig Brunnen bohrt, Straßen pflastert und widersinnige Verkehrsschilder aufstellt. Fragt sich tatsächlich welche Gesellschaft hier welche Tabus pflegt?

*hust*

"Ich saß in der Moschee und las den Koran. Da kam ein Junge zu mir, ca. 14 Jahre alt, und erzählte mir, dass er in einer anderen Moschee war [den Ort und den Namen möchte ich nicht nennen] und dort wurde ihm und den anderen Jungen in einer kleinen überschaubaren Runde gesagt, sie sollen sich kleine Hühner besorgen und ihnen die Köpfe abschlagen. Dies um sich vorzubereiten auf die Zeit, die der sie den Juden die Köpfe abschlagen müssen." (Barino B., Ex-Islamist)

Geändert von Schuetzenliesl (17.02.08 um 10:04 Uhr).


17.02.08, 10:17 # 4 (permalink)

Arrow Wenn das Jochbein splittert und der Kiefer in Stücke bricht

Zitat von Schuetzenliesl
Ulrike Putzig at it's best. Ein in Israel vorherrschendes Tabu, dass


gewinnt. So so!

Ich habe in Deutschland noch keinen preisgekrönten Film vernommen, der sich mit dem Posieren von Bundeswehrsoldaten vor russischen, afghanischen oder was auch immer Totenköpfen befasst hätte. Während also Ulrike Putzig (Künstlername) fleißig von nichtvorhandenen Tabus in der israelischen Gesellschaft schwafelt und unfreiwillige "Joghurt-Gesichtspeelings" zum ultimativen Kriegsverbrechen verklärt, schwelgt man hierzulande immer noch in Träumereien vom heldenhaften deutschen Aufbauhelfer der unablässig Brunnen bohrt, Straßen pflastert und widersinnige Verkehrsschilder aufstellt. Fragt sich tatsächlich welche Gesellschaft hier welche Tabus pflegt?

*hust*
Die Fratze der Unmenschlichkeit hat eben viele Gesichter. Sie verbirgt sich auch nicht nur hinter Militärs.

Es kann auch unter uns Menschen geben, die in dem knochensplitternden Tritt in das Gesicht eines Gefangenen, eine harmlose Aktion sehen.
Wenn das Jochbein splittert und der Kiefer in Stücke bricht, dann wird ein Leid angerichtet, welches unsägliche Schmerzen verursacht und Monate der Ausheilung bedarf.

Ob Bundeswehrsoldaten in Afghanistan ebenso denken wie Userin Schützenliesl?
Als Frau sollte man doch ein wenig mehr Empathie verspüren.

Die tapfere und mutige Soldatin Dana handelte nach dem Motto:
"Doch es gibt Augenblicke im Leben einer Frau, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. eine Bürgerpflicht, eine moralische Verantwortung, der man sich nicht entziehen kann."

Mfg
Panther

Geändert von Panther (17.02.08 um 10:20 Uhr).


17.02.08, 10:27 # 5 (permalink)

Zitat von Schuetzenliesl
Ulrike Putzig at it's best. Ein in Israel vorherrschendes Tabu, dass


gewinnt. So so!

Ich habe in Deutschland noch keinen preisgekrönten Film vernommen, der sich mit dem Posieren von Bundeswehrsoldaten vor russischen, afghanischen oder was auch immer Totenköpfen befasst hätte. Während also Ulrike Putzig (Künstlername) fleißig von nichtvorhandenen Tabus in der israelischen Gesellschaft schwafelt und unfreiwillige "Joghurt-Gesichtspeelings" zum ultimativen Kriegsverbrechen verklärt, schwelgt man hierzulande immer noch in Träumereien vom heldenhaften deutschen Aufbauhelfer der unablässig Brunnen bohrt, Straßen pflastert und widersinnige Verkehrsschilder aufstellt. Fragt sich tatsächlich welche Gesellschaft hier welche Tabus pflegt?

*hust*
*hust*
watn das für eine Argumentation? "Der da macht das auch und die da hat auch ein blaues Spielzeugauto".
Unrecht ist überall Unrecht und wir sind hier im NO-Forum. Du kannst aber gerne Verbrechen deutscher Soldaten in Afganistan aufdecken und im Golfforum posten

Geh am Besten gleich ins Geschichtsforum, da ist die Recherche einfacher, weil es da ganz anderes Material gibt

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17.02.08, 10:33 # 6 (permalink)

Zitat von Panther
Die tapfere und mutige Soldatin Dana handelte nach dem Motto:
"Doch es gibt Augenblicke im Leben einer Frau, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. eine Bürgerpflicht, eine moralische Verantwortung, der man sich nicht entziehen kann."
Ich beschwere mich nicht über die Soldatin Dana, die tut das, was ihr gutes Recht ist - ihr gutes Recht in einem Rechtsstaat in dem man für kritische Filmbeiträge glatt sogar einen Preis gewinnen kann. Mich nervt nur dieses Gefasel von den ewigen Tabubrüchen, die angeblich gerade eben vollzogen werden.

Und dann noch dieser tolle und überaus sinnige Einwurf von Putzig:
Der einstündige Beitrag hat im Dezember beim weltweit größten Dokumentarfilmfestival in Amsterdam den "Silbernen Wolf" gewonnen. Von den Festivalbesuchern wurde die israelische Dokumentation als bester Film des Jahres 2007 gewählt. Zwar gewann er auch beim israelischen Dokumentarfilmfestival in Haifa einen Preis. Als er im November im israelischen Fernsehen ausgestrahlt wurde waren die Reaktionen jedoch beileibe nicht so positiv. "Im Internet und per Leserbrief wurden wir von sehr vielen Leuten als Heulsusen beschimpft, als Verräterinnen", sagt Dana.
Genau, zwar ist Israel ein Rechtsstaat mit deutlich zivilgesellschaftlichen Strukturen, aber Frau Putzig hat ein paar böse Blogger und Interneteinträge gefunden, deren Reaktionen beileibe nicht so positiv waren. Toll! Großartig! Die fand ich auch, als Ferrero der Kinderschokolade ein neues Lächeln und Gesicht schenken wollte. Beeindruckend. Und diese Tabus, die da erst zu Tage gefördert werden. Wow!

"Ich saß in der Moschee und las den Koran. Da kam ein Junge zu mir, ca. 14 Jahre alt, und erzählte mir, dass er in einer anderen Moschee war [den Ort und den Namen möchte ich nicht nennen] und dort wurde ihm und den anderen Jungen in einer kleinen überschaubaren Runde gesagt, sie sollen sich kleine Hühner besorgen und ihnen die Köpfe abschlagen. Dies um sich vorzubereiten auf die Zeit, die der sie den Juden die Köpfe abschlagen müssen." (Barino B., Ex-Islamist)


17.02.08, 12:24 # 7 (permalink)

Zitat von Schuetzenliesl
Ulrike Putzig at it's best. Ein in Israel vorherrschendes Tabu, dass


gewinnt. So so!

Ich habe in Deutschland noch keinen preisgekrönten Film vernommen, der sich mit dem Posieren von Bundeswehrsoldaten vor russischen, afghanischen oder was auch immer Totenköpfen befasst hätte. Während also Ulrike Putzig (Künstlername) fleißig von nichtvorhandenen Tabus in der israelischen Gesellschaft schwafelt und unfreiwillige "Joghurt-Gesichtspeelings" zum ultimativen Kriegsverbrechen verklärt, schwelgt man hierzulande immer noch in Träumereien vom heldenhaften deutschen Aufbauhelfer der unablässig Brunnen bohrt, Straßen pflastert und widersinnige Verkehrsschilder aufstellt. Fragt sich tatsächlich welche Gesellschaft hier welche Tabus pflegt?

*hust*
ist dies nicht diese Ulrike Putz, die gemeinsam mit den palästinensischenTerroristen zum Raketen basteln geht und nichts dabei findet, dass diese Drecksdinger Angst und Schrecken in Israel verbreiten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...531452,00.html

Ima

"Doch es gibt Augenblicke im Leben, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. eine Bürgerpflicht, eine moralische Herausforderung, ein kategorischer Imperativ, dem man sich nicht entziehen kann." Oriana Fallaci


17.02.08, 12:59 # 8 (permalink)

Thumbs up Dana Behar

Eine verantwortungbewusste u. mitmenschliche Soldatin. Würde diese Art Mensch in Israel die Mehrheit bilden, so wäre schon längst Frieden in Palestina.

Oziljci svud po tijelu, na grudima orao sivi, opet sam pao drugi su krivi...Šta ćeš ...jenom se živi ( ! )


17.02.08, 13:22 # 9 (permalink)

Zitat von Joe_Blackovic
Eine verantwortungbewusste u. mitmenschliche Soldatin. Würde diese Art Mensch in Israel die Mehrheit bilden, so wäre schon längst Frieden in Palestina.
Du hast Recht, aber Deine hypothetische Darstellung wird hypothetisch und illusionär bleiben, denn die allermeisten Soldaten der IDF sind leider das Gegenteil von dieser mitfühlende Soldatenfrau, die ihre menschlichen Gefühle den Palästinensern gegenüber nicht verloren hat. Diese Ausnahme bestätigt der Regel.

>"Jeder Angriff muss mit...enden" und "wir müssen alles tun um...."
http://www.arendt-art.de/deutsch/pal...mus_zitate.htm

>The Truth about 1948
http://www.nimn.org/Resources/history/000054.php
>und
http://palaestina-israel.blog.de/

> Ethnic cleansing and Israel
http://www.counterpunch.org/hallinan03032009.html

>"Defining Israeli Zionist Racism" (12 Artikel)
http://www.dissidentvoice.org/2007/1...-racism-part-1


17.02.08, 14:06 # 10 (permalink)

Der Joghurt-Frieden

Zitat von Joe_Blackovic
Eine verantwortungbewusste u. mitmenschliche Soldatin. Würde diese Art Mensch in Israel die Mehrheit bilden, so wäre schon längst Frieden in Palestina.

Aber sicher doch. Deswegen ist der "Dokumentar"-Film so unendlich wichtig. Bislang hatte man das Wesen der Feindschaft zwischen den Palästinensern und Israelis gar nicht richtig erkannt.

Die Hamas kämpft also hauptsächlich gegen Joghurt-Becher in Händen von unverantwortlichen IDF-Soldaten. Wenn man endlich Joghurt-Becher in der IDF verbieten würde, dann würden die Kassam-Angriffe und die SMA sofort aufhören und es wäre Frieden in Nahost.


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