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WissensWerte: Islamismus
Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist der Islamismus zu einem der wichtigsten internationalen Problemfelder geworden. Aber sind Islamisten immer auch Terroristen?
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Brandenburger
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Brief eines russischen Veteranen
Meine Frage nach dem Durchlesen:
Hier der Text:
Pawlo Bojko, Stadt Sumy, 3. Februar 1999
Mein Lebensweg ist seinem Ende nahe, und ich befürchte es, dass außer mir niemand von je einem diesen Verbrechen des kommunistisch-faschistischen Regimes des Kreml gegenüber der ukrainischen Nation erzählt.
Ich verstehe, dass ich es mit Verspätung um vierundfünfzig Jahre tue, ich bin mir der Gefahr Gewiss, nicht nur erhört zu werden, sondern auch besudelt zu werden von jenen „berühmten“ Veteranen-Okkupanten, die ihre dunkle Tätigkeit als fünfte Kolonne in der unabhängige Ukraine fortsetzen und noch dafür Auszeichnungen und Urkunden vom Präsidenten erhalten. Ich für meinen Teil habe die Moskauer Medaille „50 Jahre (Des Sieges im großen Vaterländischen Krieg)“ und den „Schukow (Orden)“ abgelehnt, ich will mit reinem Gewissen meine Sohnespflicht vor der Mutter-Ukraine erfüllen und vor meinen Nachkommen, die nun keine Sklaven mehr sind.
Das Wesen des Verbrechen besteht darin, dass die unbegabte Kommandoführung der bolschewistischen Armee ihre grausame und schandhafte Niederlage im Kampfbereich der 4.Ukrainischen Front bei Mährisch-Ostrau am 7.März 1945 verheimlicht hat. Und nicht nur vor eigenen Bürgern, sondern vor der ganzen Welt.
Ich habe als Panzersoldat des 379. Garderartillerieregiments (schwere Selbstfahrgeschütze Kaliber 122), von denen damals fast die Hälfte zusammen mit Mannschaften verbrannte, an jenem Blutbad teilnehmen müssen. Nachher könnte man hören, dass unsere Truppen vom Stabschef einer Truppeneinheit verraten wurden, als der einige Stunden vor dem Angriff von deutschen Spähtrupps entführt wurde.
Also es ist nicht zu verwundern, dass zwei Minuten vor dem Beginn unserer Feuerwelle gegen die erste Verteidigungslinie des Gegners die Deutschen diese verließen und zur zweiten übergelaufen sind, während unsere unerfahrene Soldaten, frisch eingezogen in Galizien und Wolynien, die erste Linie „einnahmen“ und vom gewaltigen Feuer eigener Kanonen und Mörser vernichtet wurden. Als das Feuer auf die zweite Verteidigungslinie des Gegners übertragen wurde, waren dort keine Deutschen mehr, denn einige Minuten vor Übertragung des Feuers hierher verließen sie die zweite und liefen zur ersten Linie über, wo sie die Reste unserer Infanterie zerschlugen, Feuermittel instand setzten, um weiter unsere Panzer und Selbsfahrgeschütze zu zerschießen.
Also ich glaube, die Bestrebungen der unbegabten Generalität, ihre schandhafte Niederlage zu verheimlichen, sind durchhaus nicht erstaunlich, und es wird klar, warum zahlreiche Geschichtsbücher des sogenannten „Großen Vaterländischen Krieges“ den Beginn des Angriffs der 4.Ukrainischen Front nicht mit dem 7., sondern mit dem 10.März datieren.
Ich glaube, dass die Differenz von drei Tagen die Henker brauchten, um mit Hilfe der Gefangenenkommandos (Todeskandidaten) die Leichen der Gefallenen zu stapeln und zu verbrennen, selbstverständlich zusammen mit Todeskandidaten, um keine Spuren des Verbrechens zu hinterlassen. Ich behaupte mit ganzer Verantwortung vor dem Gedenken der gefallenen Kameraden und vor der Zukunft meiner Nachkommen, dass ich das Unglück hatte, jene merkwürdige Errichtungen des NKWD-„Genies“ aus der Weite von fünf Meter zu sehen.
Zum Zeugen des Gesehenen wurde ich zufällig. Am 9.März 1945, zwei Tage nach dem misslungenen Angriff wurde mir befohlen, den Chef der Regimentsaufklärung, einen Kapitän (sein Name war glaube Kopelew) mit versiegeltem Paket zum Befehlshaber einer Nachbareinheit, die noch auf dem Schlachtfeld blieb, mit dem Motorrad zu befördern (Ich besitze einen Führrehschein für alle Fahrzeuge und Vollkettenfahrzeuge bis 50 t). Nach einigen Stunden passierten wir Belsko-Biala (Polen) und waren bei Ostrava. Aber dort waren keine Truppen mehr, anstatt ihrer zeigten sich bisher ungesehene Errichtungen (Anlagen). Als wir ihnen direkt näher kamen, erstarrten wir wie Säulen. In die Höhe ragten Stapel, die aus Leichen der Soldaten bestanden. Der Abstand zwischen ihnen betrug ungefähr drei Meter, und diese Reihe der Stapel, so schien es mir, zog sich in die Länge von etwa einem Kilometer, und die Tiefe ließ sich nicht durchblicken. Jede Stapel enthielt fast 100 Leichen. Quadratische Errichtungen (4 mal 4) mehr als zwei Meter hoch, bestanden aus sieben (oder vielleicht acht) Schichten, die in der Weise der Holzstapel geschichtet waren. Jede Schicht enthielt zwei Reihen, je sieben Leichen, Füße zu Füßen. Und die ganze Errichtung wurde von allen vier Seiten von Köpfen mit aufgesetzten Ohrenklappenmützen (Uschanka) umrahmt, dabei waren junge Gesichter mit Flaum an der Oberlippe gegen Himmel gewandt, offene glasige Augen vieler sahen aus, als würfen sie etwas den Lebenden und dem Gott vor.
So ist in meiner Erinnerung mein grausame Jugendeindruck davon geblieben, was ich kaum zwanzigjährig gesehen habe.
Doch zurück zu dem Augenblick, als wir vor Schreck erstarrten. Nach einer Minute, ohne es mit dem Kommandeur zu vereinbaren, stiegen wir auf unsere verlässliche „Harley“ (ein Amerikanski Motorrad) und begannen in entgegengesetzter Richtung zu fliehen. In Gedanken nahm ich schon Abschied von meinem Leben, denn ich verstand, dass dieses barbarische Verbrechen keine Zeugen haben kann. Nach einer Weile wurden wir in einem Tal, in der Nähe eines Waldes von Menschen mit grünen Schulterstücken aufgehalten. Ein NKWD-Major mit käsigem Gesicht und hervorstehenden Augen fragte im scharfen Ton: „Woher und Wohin?“ Mein Kommandeur klappte erschrocken seine Kartentasche auf, reichte dem Major das Paket und begann etwas zu erklären. Aber der hörte weiter nicht zu, sah uns aufmerksam an und fragte, wieso wir in entgegengesetzter Richtung fahren. Ich sah meinen Kapitän gereizt herausplatzen: „Ja, wir fuhren dorthin, aber von diesem Hügel haben wir Sie hier im Tal gesehen und kehrten ein, um zu fragen, wie wir den nötigen Truppenverband besser erreichen können“. Der Major musterte uns noch einmal mit seinen trüben Augen und sagte, dort sei niemand mehr zu finden, und zeigte uns die Richtung unserer Bewegung.
Auf dem Rückweg waren wir bedrückt und schwiegen beide, aber als wir schon die Truppe erreichten, bat mich der Kapitän, niemanden je von unserem Erlebnissen zu erzählen.
Erst nach dem Ende des Krieges, im Kreis meiner Verwandten, erzählte ich von der erlebten Episode meines Lebens, aber ich bin nicht sicher, dass mir alle geglaubt haben.
Deshalb hege ich auch jetzt nur eine unsichere Hoffnung, dass Sie Herr Wanderburg mir helfen, manche Fakten dieses Ereignisses festzustellen.
Manchmal denke ich in Einsamkeit, dass auch die Flamme von brennenden Stapeln damals im März wie auch zahlreiche Funde der Bauern auf dem Feld in Form von verschmolzenen Soldatenknöpfen oder Gurtensschnallen die Aufmerksamkeit mährischer Bürger damals wie jetzt auf sich lenken müssten. Wie können wir davon erfahren? Ist Ihnen etwas bekannt geworden?
Darüber hinaus bewegte sich unsere Truppeneinheit zur Stelle des Blutbades etwa 24 Stunden, nachdem wir vorher die dicken Mauern des Bernhardiner-Klosters in Kalwarija Zebrzydowska (Polen) frühmorgens am 6.März 1945 verlassen hatten. Ich denke, die Mönche werden dieses für sie erfreuliche Ereignis und das Datum der Befreiung von „Moskalen“ in ihre Urkunden eingetragen haben.
Und was schreiben die Dokumente des faschistischen Reiches über die Kämpfe bei Ostrava?
Entschuldigen Sie mich bitte, dass ich Sie störe. Ich hege die Hoffnung, Sie werden jede Möglichkeit dazu nutzen, um zusätzliche Angaben zu den oben geschilderten Ereignissen zu sammeln und sie allgemein bekannt zu machen.
S privetom
Pawlo Bojko
Dieses Verhalten sowjetischer Kommandeure war leider kein Einzelfall, vielmehr die traurige und ständige Realität.
Mit 45 Schützendivisionen, zwei motorisierten und drei Panzerkorps sowie zwei Kavalleriekorps trat die 4. Ukrainische Front am 9. Oktober 1943 zum Sturm gegen die Steppenstellung der 6. Armee am unteren Dnjepr an. Achthundert Panzer, vierhundert Batterien, zweihundert Stalinorgeln. Innerhalb einer Stunde detonieren auf einem Frontstreifen von fünfzehn Kilometern 15 000 Einschläge, pro Meter eine Granate. „Das Angriffsziel ist die Vernichtung der 6. Armee, ist sie geschlagen, steht uns das Tor zur Krim offen", hieß es im Tagesbefehl des Marschalls Tolbuchin. „Dieses Ziel ist kriegsentscheidend, es rechtfertigt jedes Opfer." Eine Lüge und eine Wahrheit. Die Lüge: „Kriegsentscheidend." Die Wahrheit: „jedes Opfer." Die russische Infanterie stürmte eingehakt mit Urrä. Wurde abgeschlagen. Stürmte von neuem. Zwei Wochen lang. Verwundete, liegengelassen, verbluteten; niemand begrub die Toten; das Einsammeln der Erkennungsmarken nur Zeitverschwendung. Dreißigmal stürmten die Russen den Eckpfeiler Oktoberfeld, verteidigt von Bayern und Österreichern der 3. Gebirgsdivision. Dreißigmal wurden sie geworfen. Diese Tage gehörten zu den blutigsten des ganzen Krieges. In den Kriegstagebüchern der Regimenter tauchen zwei Begriffe immer wieder auf: „Untergehakt", „eingehakt". Das hatte mit Taktik nichts, mit Mord alles zu tun. Untergehakt in dichtesten Reihen, ohne das eigene Gewehr zu gebrauchen, brüllend und torkelnd ins MG-Feuer hinein, Welle um Welle, das war Stalinsches Gefechtsreglement, laufen und krepieren, im Fallen eine Brustwehr bildend für nachfolgenden Todeskandidaten.
Die Soldatenzeitschrift für Veteranen der Waffen SS schreibt:
Die Schlacht von Luschno - 24. bis 29. September 1941
Die folgenden Tage zeichnen sich dadurch aus, daß der Druck des Feindes unvermindert bleibt und auch bei Nacht anhält. Von der ersten Stunde seiner Offensive sind seine 7 Infanterie-Divisionen massiv von einer Panzer-Division und Kavallerie-Einheiten unterstützt worden. Die unangenehmste Überraschung für uns: seine neuen Massen-Panzer vom Typ T 34. Auch im schwierigen Gelände schnell, stark gepanzert und mit einer hervorragenden Panzerkanone ausgestattet, wird er zu einer enormen Gefahr für unsere eingegrabenen Schützen- und MG-Nester. Was der Sprenggranate und dem hochliegenden MG nicht zum Opfer fällt, wird unter den Panzerketten in Drehbewegungen zermalmt. Unsere 3,7-Winzig-Pak ist machtlos gegen die starke Panzerung, kann mit viel Glück noch gegen die amerikanischen Panzer "General Lee", die drei Stock hoch sind und weniger geländegängig ein gutes Ziel abgeben, erfolgreich sein, wenn sie nicht den beiden Kanonen und dem 12 mm-MG vorher zum Opfer fällt.
Angriffe mit unheimlicher Wucht!
Unsere Linien werden immer dünner, die Abstände der eingegrabenen Schützen- und MG-Nester dadurch immer größer. War es am Vormittag des 25. Septembers noch gelungen, Luschno wieder zu nehmen, so trommelt der Russe schon wenig später erneut mit unheimlicher Wucht auf unsere Stellungen und greift mit Panzer-Unterstützung in Massen an. Wieder das gleiche bittere Spiel wie am Tag zuvor: Sie brechen in hintereinander folgenden Wellen, dicht an dicht, angetrieben von ihren Pistolen-feuernden Kommissaren aus den Wäldern um Lushno hervor. Wieder das gleiche Schlachten wie am Vortag. Unsere schweren Maschinengewehre erfassen die Reihen schon auf große Entfernung und "Mähen" im wahrsten Sinne des Wortes, und die Verteidiger erfahren was es heißt: unsere Feinde "branden" Welle auf Welle an. Die gefallenen Russen werden von den Stürmenden als Deckung und Gewehrauflage benutzt, jene stürmen weiter bis sie ihrerseits als Deckung dienen. Unvorstellbar, dieser Einsatz an Menschen!
Schon wird bei uns der Ruf nach "Sanitäter!" und "Munition" immer häufiger. Die T 34 feuern auf Einzelne im Gelände mit Kanonen, den Muni-Nachschub abschnürend und die Verwundeten-Versorgung behindernd. Unser neuer Bataillonsarzt, Dr. Butzal, versorgt weit vorne die Schwerverwundeten, bis sie bei günstiger Gelegenheit - einem den Feind niederhaltenden Feuerschlag unserer Artillerie oder Erschöpfungspause des Feindes - zurückgebracht werden können. Nervend das, was theoretisch mit "Gefechtslärm" umschrieben wird: Die Donnerschläge der Abschüsse aus schweren Waffen und ihre Einschläge bei uns wie beim Feind, das Heranheulen der Granaten, die unvermittelten Einschläge aus Kanonenrohren - ohne den vorausgehenden warnenden Knall des Abschusses, das aufreibend helle Geknatter aus feindlichen Infanterie-Waffen, das Aufstäuben der zerfetzten Grasnarbe rundum und das wütende "Urrääh" der Angreifenden. Und immer das Beobachten des Horizontes, um nicht von den "Schlachtern" mit Bomben und Raketen überrascht zu werden.
Der große Kampf des Sturmmann Christen!
Fritz Christen
Fritz Christen, als SS-Sturmmann der erste Ritterkrenzträger der Waffen-SS im Mannschaftsdienstgrad.
Vergeblich versucht unsere 3,7 cm-Pak, sich der neuen T 34 zu erwehren. Treffer um Treffer jagt in unsere verzweifelt kämpfenden Geschützbedienungen. Was übrig bleibt, wird zermalmt. Nur die neue 5 cm-Pak, die noch zu gering an Zahl zur Divisionsausrüstung gehört, kann den schweren Sowjet-Panzern noch Widerpart bieten.
Schon gestern, am Tag der Offensiv-Eröffnung hat der Richtschütze, Sturmmann Christen, aus einem Pulk von 15 Panzern, im Nahkampf 6 vernichtet und ein Durchbrechen verhindert. Heute morgen versuchen neuerlich 10 T 34, die begleitenden Infanterie nach vorne zu reißen und die deutsche Abwehrfront aufzuspalten. Im Eisenhagel der feindlichen Infanteriewaffen fällt die ganze Geschützbedienung aus, Sturmmann Christen wird schwer verwundet. Das optische Richtgerät zerstört. Christen öffnet den Verschluß und visiert die Feindpanzer durch das Rohr an und schießt wiederum 7 der Kolosse, zum Teil aus nächster Nähe, ab und zwingt den Rest der Panzer abzudrehen, worauf der Feindangriff zusammenbricht.
Fritz Christen, der einfache Soldat mit Gefreitem-Winkel auf dem Arm, hat mit seiner Bedienung, allein auf sich gestellt, vorne ausgehalten, nachdem die benachbarten MG-Stellungen sich verschossen hatten und zurückgenommen werden mußten. "Die Pak von Dubrowka" geht in die Kriegsgeschichte ein. Christen wird der erste Ritterkreuzträger der Waffen-SS im Manschaftsdienstgrad.
Bis zum 29. September wiederholen sich die Kämpfe!
Verteidigung und Gegenstöße lösen einander ab. Als sechs Tage nach Beginn der Abwehrschlacht die Feindangriffe aus Erschöpfung endgültig zusammenbrechen, liegen tausende Tote auf dem Feld dieses Schlachtens.
In der Dunkelheit bergen wir noch Verwundete, die sich bemerkbar machen können. Unendlich viele sind hilflos verblutet, verdurstet und verschüttet worden. Keiner achtete ihres Schreiens und Stöhnens im Bersten der Granaten und in den Tagen blanker Notwehr gegen einen übermächtigen und gnadenlosen Feind.
In den darauf folgenden Tagen beunruhigten wir den stark geschwächten Feind ständig durch Späh- und Stoßtrupps, versuchen seine Verteidigungsanlagen festzustellen und bergen unsere Toten aus dem Bereich feindlicher Waffenwirkung. In Gorschkowici, Kraseja und anderen Orten liegen die Toten in Massen unbestattet. Immer wieder kommen nach Beendigung der Schlacht neue Gefallene dazu. Der Regen hat sie von bedeckender Erde freigewaschen. Allenthalben kommen Stiefel, Köpfe oder Arme zum Vorschein und zeigen erneut die Lage eines Verschütteten.
Traurige Arbeit!
Heute hab ich meinen Botanik-Professor nach Gorschkowici zu fahren, zum alten Bataillions-Gefechtsstand. Vor der benachbarten Hütte legen Pioniere eine der vielen behelfsmäßigen Grabstätten an, weil dort die Erde sehr locker ist. Schon stehen unsere Grabzeichen aus den weißen Birkenstämmchen in Reih und Glied nebeneinander. Ich habe auf Ustuf. Grütte zu warten und helfe in dieser Zeit den Pionieren bei ihrer traurigen Arbeit. Manche meiner jungen Kameraden sind fürchterlich von der Gewalt der Granaten verstümmelt, bei anderen wiederum ist die Todeswunde barmherzig unter der braungefleckten Tarnjacke verborgen. Grau sind alle ihre Gesichter und die freiliegenden Teile ihrer geschundenen Körper, grau die Uniformen, grau die verdreckten Stiefel, soweit sie ihnen nicht von den Füßen gerissen worden waren.
Der letzte Tote ist völlig unkenntlich. Sein blondes Haar ist schwarz von Blut verkrustet. Das halbe Gesicht, eine Schulter und ein Arm fehlen. Wir wälzen den Toten sorgsam, als wäre er noch am Leben, in eine zerschlissene Zeltbahn, ehe wir ihn in das feuchte Grab hinunter lassen. Rasch schaufeln wir es zu, um diese niederdrückende Arbeit beenden zu können. Ein Pionier reicht mir das vorbereitete Grabzeichen. Es wäre für einen von der 12. Kompanie. Mit der Breitseite der Kreuzhacke treibe ich es in die lockere Erde. Erst vor dem fertigen Grab stehend, lese ich die Inschrift auf der Tafel: Siegfried Papenfuß, 12. SS-T. I. R. 3, gefallen 25. 9. 1941. Ich habe soeben unseren Freund und Kameraden unter die Erde gebracht. Am 1. August Bfiff, jetzt Buwi. Unser Frankreich-Kleeblatt zerfällt. Wer wird als nächstes dran sein? Mick? Ich? Drei Monate sind wir im Rußland-Einsatz. Die Division ist bis auf die Hälfte der ursprünglichen Kampfkraft zusammengeschmolzen. Jeder tote Kamerad hinterläßt für die Überlebenden eine nicht mehr zu schließende Lücke. Wohl werden die Kompanien "nach Liste" bei dem nächsten aus der Heimat kommenden Nachersatz wieder aufgefüllt oder wird aus zwei Einheiten eine gemacht, doch der Verlust bleibt für die, die überleben, bestehen. Zurück bleibt das Erinnern an Kameraden, nicht anders als wäre ein Familienmitglied aus der Gemeinschaft gerissen worden. Die eigene Angst vor einem ungewissen Sterben schwingt zwar ungesprochen und nur am Rande, aber dennoch deutlich mit.
Schon bald oder später werden auch wir den gleichen Weg gehen. Wann? Wann?
Noch im Rauschen des Regens im Morast des Sumpfwaldes oder im klirrenden Frost des nahenden Winters oder später unter glühender Steppensonne?
Werden wir verlöschen in einem einzigen Hauch unter dem Willen eines Mächtigen oder werden wir verrecken, langsam und hilflos im Auftrag desselben?
Wo ist Gott?
Was ist Gott?
Was ist der Mensch im Schicksal einer solchen Welt?
Der Freiwillige 43(11) (1997), S. 10f.
Geändert von Brandenburger (05.12.04 um 20:14 Uhr).
05.12.04, 20:29 # 2 (permalink)
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Geändert von Parabellum (05.12.04 um 20:31 Uhr).
05.12.04, 20:32 # 3 (permalink)
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05.12.04, 20:34 # 4 (permalink)
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Und was soll uns das jetzt wieder mal sagen ?
Der beleidigen Ton muss aber auch nicht sein, oder besteht Anlass dazu?
05.12.04, 20:41 # 5 (permalink)
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War keine Absicht, denke aber das der Leser es erkennen kann, Quelle ist ja angegeben.
05.12.04, 20:43 # 6 (permalink)
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05.12.04, 20:54 # 7 (permalink)
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Gibt es in Russland schon ein virtuelles Telefonbuch um festustellen ob der Pawlo Bojko noch lebt? Ich würde ihn anschreiben so oder so. Ob er noch lebt und überhaupt reagiert bleibt abzuwarten.
Mir ist auch nicht bekannt ob Herr Wanderburg diesen Vorgang nachgegangen ist. Aber Herr Placzek aus Hultschin arbeitet dran.
Ich gehe davon aus dass deutscherseits dort die 97.Jäg.Div. und 4.SS Div. eingesetz war + verschiedene Allarmeinheiten und Volksturm.
Wo könnte man die Ereignisse im März 1945 nachlesen?
Ich fahre im Dezember nach Ostrau und werde Frau Wanderburg nochmal nachfragen ob sie Etwas über die Korrespondenz mit Herr Bojko weisst.
abwarten
Im übrigen ist das offensichtlich ein Veteran aus der Ukraine, kein russischer.
Geändert von Bismarx (05.12.04 um 20:58 Uhr).
06.12.04, 16:33 # 8 (permalink)
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06.12.04, 16:41 # 9 (permalink)
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klmr
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06.12.04, 16:48 # 10 (permalink)
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Aber mal zu Topic
Hier können wir sehen wie unglaublich schlecht doch die Landser waren.
Obwohl es den Russen ganz offensichtlich selsbt an fundemantelaen strategisch/taktischen Kenntnissen mangelte und obwohl die Russen "eingehakt" ohne ihre Waffen zu benutzen auf die deutschen Stellungen zuliefen, waren die Landser trotz, technischer, taktisch und strategischer Überlegenheit nicht in der Lage die Russen aufzuhalten.
Ein wahres Armutszeugniss.
Geändert von chefkoch (06.12.04 um 17:07 Uhr).
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