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Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist der Islamismus zu einem der wichtigsten internationalen Problemfelder geworden. Aber sind Islamisten immer auch Terroristen?
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01.05.03, 13:38 # 1 (permalink)
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Der Imperialismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Der Begriff "Imperialismus" bezeichnet die Politik der industrialisierten europäischen Mächte, der USA und Japans seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Deren Streben war darauf gerichtet, durch koloniale Erwerbungen, militärische Intervention, Kapitalexport und kulturelle Beeinflussung andere Länder und ihre Bewohner abhängig zu machen, auszubeuten und direkt oder indirekt zu beherrschen. Der Imperialismus beschränkte sich nicht auf Kolonialpolitik; auch nominell selbstständige und souveräne Staaten wie das Osmanische Reich, China oder südamerikanische Republiken gerieten wegen ihrer wirtschaftlichen Schwäche und politischen Ohnmacht in Abhängigkeit vom europäischen, nordamerikanischen und japanischen Imperialismus.
In der Zeit zwischen 1874/1880 und 1914 herrschte eine von extremem Nationalismus geprägte Form des Imperialismus. Im Unterschied zu den älteren europäischen Kolonialreichen nach 1492/1498 sollte die Landnahme mehr als nur wirtschaftliche Ausbeutung und Besiedlung ermöglichen. Imperialistische Politik wollte die Machtfülle der eigenen Nation ausweiten, um den Status einer Weltmacht zu erlangen. Zwei Faktoren spielten eine wesentliche Rolle bei der Entstehung imperialistischer Politik: Der Kampf um Absatzmärkte und Rohstoffe und – eng damit verbunden – übertriebener Nationalismus, der mit Sendungsbewusstsein und Rassismus zur imperialistischen Ideologie verschmolz.
Die "Große Depression" seit 1873 hatte die wirtschaftliche Hochkonjunkturphase beendet. Die Grenzen wirtschaftlicher Entwicklung schienen absehbar zu sein. Da Europas Märkte mit fortschreitender Industrialisierung und wachsendem Protektionismus enger wurden, gewannen die überseeischen Gebiete an Bedeutung. Imperialistische Politik wurde als die Sicherung von Rohstoff- und Absatzmärkten verstanden. Es war ein einseitiges Geschäft der Ausbeutung durch die industrialisierten Großmächte. Aus Konkurrenzgründen galt es auch, Gebiete zu sichern, die wirtschaftlich keinen Nutzen hatten.
Zu diesen wirtschaftlichen Motiven kamen bei der "Erwerbung" von Kolonien militärische und machtpolitische Überlegungen. Darüber hinaus bot die Expansion unter dem Banner nationaler Größe die Möglichkeit, von inneren Problemen abzulenken.
01.05.03, 14:01 # 2 (permalink)
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Die Idee des Imperialismus lebte von einem missionarischen Sendungsbewusstsein und dem Glauben an die grundsätzliche Überlegenheit der weißen Rasse und ihrer Zivilisation ("Die Bürde des weißen Mannes"). Daraus wurde die Mission abgeleitet, Fortschritt und Zivilisation über alle Gebiete der Erde zu verbreiten und Aberglaube, Despotismus und Korruption zu beseitigen. Cecil Rhodes sprach von der angelsächsischen als der vornehmsten Rasse, die über alle anderen Völker zu herrschen habe. Verstärkt und wesentlich beeinflusst wurde dieser latente Rassismus durch die das Zeitalter beherrschende populäre Philosophie des Sozialdarwinismus, die erst das geistig-gesellschaftliche Klima schuf, welches imperiale Machtpolitik ermöglichte.
Der Sozialdarwinismus beruhte auf dem Begriff der natürlichen Auslese. Im "Kampf ums Dasein" sollten sich die überlegenen Völker ihren Platz erstreiten. Diese Vorstellung führte zum Verlust der Humanität und zur wachsenden Brutalisierung der Politik. Der Sozialdarwinismus wurde immer mehr zur Triebkraft und zur Rechtfertigung nackter Gewalt in der politischen Auseinandersetzung. Der Aggressivität der imperialen Politik der Großmächte entsprach die Unfähigkeit der meisten betroffenen Länder zum wirksamen Widerstand. Die Gründe dafür lagen in der wirtschaftlichen und technischen Rückständigkeit sowie im Fehlen eines politischen Ordnungssystems, das geeignet gewesen wäre, der Besitzergreifung der Großmächte Einhalt zu gebieten. Wo sich Widerstand regte (z.B. Boxeraufstand), wurde er blutig und grausam niedergeschlagen.
Der Imperialismus setzte um die Mitte der Siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts in Großbritannien ein und erfasste in den folgenden Jahrzehnten wie in einem Rausch die Großmächte der Welt. Neben den traditionellen Kolonialmächten Großbritannien, Frankreich und Russland beteiligten sich neue aufstrebende imperiale Mächte – die USA, das Deutsche Reich, Belgien, Italien, Japan – an dem Konkurrenzkampf um die Aufteilung der Welt. Die Berliner Afrikakonferenz 1885 legitimierte den Wettlauf nach Kolonien und heizte ihn an. Die Jahrhundertwende markierte den Höhepunkt der imperialistischen Expansion.
1914 standen 72 Millionen Quadratkilometer und über 50 Millionen Menschen unter kolonialer Herrschaft, das waren mehr als die Hälfte der festen Erdoberfläche und ein Drittel der Weltbevölkerung. Kontrollierten die europäischen Mächte 1870 nur ein Zehntel Afrikas, so waren es 1890 bereits neun Zehntel. In China sicherten sich alle Großmächte wirtschaftliche und politische Einflusssphären, nur das gegenseitige Misstrauen der imperialistischen Staaten verhinderte die Gebietsaufteilung des Reichs.
01.05.03, 14:21 # 3 (permalink)
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Unter Premierminister Benjamin Disraeli (1868-1874-1880) begann die imperiale Expansionspolitik Großbritanniens, welche der beherrschenden Seemacht das mit Abstand größte Kolonialreich einbrachte (1913: 33 Millionen Quadratkilometer, 400 Millionen Einwohner). Vordringlichste Aufgabe der britischen Weltpolitik war die Sicherung des Seewegs nach Indien, der wichtigsten und wertvollsten Kolonie Großbritanniens. Der Erwerb Zyperns 1878 und die Besetzung Ägyptens 1882 dienten diesem außenpolitischen Ziel. Im Wettlauf um die Aufteilung Afrikas gewann der britische Imperialismus in den folgenden Jahren Richtung und Ziel im sog. "Kap-Kairo-Plan", der Eroberung und Beherrschung eines geschlossenen Kolonialgebiets in Afrika. Von Norden (Ägypten) und Süden (Kapkolonie) gleichzeitig vorstoßend, eroberten die Briten Somalia 1884, Kenia 1886, Rhodesien 1891, Uganda 1895 und den Sudan 1899.
Machtpolitische Grundlage des "British Empire" bildete die Flotte, deren Überlegenheit die angelsächsische Herrschaft über die Weltmeere sicherte, während sich gleichzeitig die Überzeugung verbreitete, die Herrschaft der "Pax Britannica" müsse für die beherrschten Völker eine allgemeine, segensreiche Wohlfahrt bringen. Vertragliche Absprachen mit den konkurrierenden Weltmächten – nach der Faschodakrise mit Frankreich, Panamakanal-Regelung mit den USA, Persien-Ausgleich mit Russland – sollten kriegerische Konflíkte begrenzen.
Führender Imperialist und Wegbereiter des "Commonwealth"-Gedankens war der britische Kolonialminister Joseph Chamberlain. Er propagierte die Idee eines föderativen Weltreiches, dessen einzelne Länder sich eigenverantwortlich regieren und mit dem Mutterland Großbritannien militärisch, finanziell und handelspolitisch eng verbunden sein sollten (1867 "Dominion" Kanada, 1901 Australien, 1907 Neuseeland, 1910 Südafrikanische Union).
Geändert von Linker Bochumer (01.05.03 um 15:33 Uhr).
01.05.03, 15:30 # 4 (permalink)
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Der französische Imperialismus konzentrierte sich im Wesentlichen auf zwei Regionen: die Erschließung des schwarzafrikanischen Kontinents und die Eroberung Südostasiens. Eingeleitet wurde die imperiale Politik Frankreichs in den Achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts von Ministerpräsident Jules Ferly. Ausgangspunkt der Eroberungen bildete der bereits vorhandene französische Kolonialbesitz in Nordafrika (Algerien) und Cochinchina (Saigon).
In beiden Regionen geriet der französische Imperialismus mit den Briten in Konflikt, der jedoch beigelegt werden konnte. Stoßrichtung der französischen Afrikapolitik war die Eroberung des schwarzen Kontinents von Nordwesten und Osten her (Tunesien, West- und Äquatorialafrika sowie Madagaskar). 1910 verfügte Frankreich über ein zusammenhängendes Gebiet in West- und Zentralafrika. Der Plan Frankreichs, Ägypten von Westen und Süden her einzukreisen, führte zur Faschodakrise von 1898 mit Großbritannien. Ein drohender Kolonialkrieg konnte jedoch vermieden werden. In langjährigen Kämpfen gegen China sicherte sich Frankreich den Besitz von Tongking, Annam und Laos. Zusammen mit Kambodscha errichteten die Franzosen 1887 die "Indochinesische Union". Dies führte zu Konflikten mit Großbritannien, das um Indien fürchtete.
Die gesamte imperialistische Politik Frankreichs stand unter dem Eindruck der Niederlage gegen Deutschland 1870/1871 und der damit verbundenen außenpolitischen Isolation. In der internationalen Politik als Weltmacht wieder anerkannt zu werden, war das erklärte Ziel des französischen Imperialismus. Höhepunkt dieser angestrebten Politik bildete die "Entente cordiale" mit Großbritannien 1904, welche die kolonialpolitischen Differenzen zwischen beiden Weltmächten endgültig beendete. Stattdessen verschärften sich die politischen Auseinandersetzungen mit dem Weltmachtsstreben des Deutschen Reiches (Marokkokrisen 1906 und 1911).
01.05.03, 15:50 # 5 (permalink)
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Die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches begann noch unter Reichskanzler Otto von Bismarck 1884/1885, als Deutsch-Südwestafrika, Kamerun, Togo, Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Neuguinea "unter den Schutz des Reiches" gestellt wurden.
Mit dem "persönlichen Regiment" Kaiser Wilhelms II. trat das Deutsche Reich in die imperiale Politik ein. Die militärischen und politischen Führungsschichten des Kaiserreiches betrachteten Weltpolitik als Aufgabe, Weltmacht als Ziel und die Flottenrüstung als Instrument zur Durchsetzung des Ziels. Der Satz von der "zu spät gekommenen Nation" machte die Runde. Erst seit 13 Jahren eine geeinte Nation, glaubte Deutschland, weltpolitisch etwas zu versäumen, wenn es sich nicht rechtzeitig am imperialen Wettlauf um die Aufteilung der Welt beteiligte.
Die politische, militärische und wirtschaftliche Bedeutung der kolonialen Erwerbungen (in Afrika 1884 und 1885, Kiautschou 1898, Deutsch-Neuguinea 1885-1899) stand in keinem Verhältnis zum proklamierten "Griff nach der Weltmacht". Die weltpolitischen Aktivitäten, vor allem Kaiser Wilhelms II. unkluge und unbedachte Einmischung in fremde Angelegenheiten (Krüger-Depesche 1898, "Daily Telegraph"-Affäre 1908) führten letztendlich mit zur außenpolitischen Isolation des Reiches.
Die Flottenrüstung, die zur nationalen Prestigeangelegenheit aufgebauschte Lieblingsidee des Kaisers, endete mit einer Krise der deutsch-britischen Beziehungen und der Annäherung Großbritanniens an Frankreich. Der deutsche Anspruch auf Weltmachtpolitik wurde von der nationalen Publizistik und den imperialistischen Agitationsverbänden lautstark unterstützt. Der "Alldeutsche Verband" und der "Flottenverein" (über eine Million Mitglieder) nährten mit der Idee vom deutschen Sendungsbewusstsein in breiten Bevölkerungskreisen einen übersteigerten Nationalismus und radikalen Chauvinismus, der dem Deutschen Reich den Vorwurf der Überheblichkeit und Ignoranz eintrug.
01.05.03, 16:16 # 6 (permalink)
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Der Sieg im Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 machte aus der bisherigen Kontinentalmacht USA eine imperiale Großmacht mit verstreutem Inselbesitz in der Karibik und im Pazifik. Die ehemals spanischen Besitzungen Kuba und Puerto Rico sowie Guam und die Philippinen wurden zu US-Protektoraten, Mittelamerika, der "Hinterhof der Vereinigten Staaten", und der Ferne Osten zu zentralen Schauplätzen imperialer Politik der USA.
Als zugleich atlantische und pazifische Macht konnten die USA ihren weit gestreuten Besitz auf Dauer nur durch zwei starke Flotten sichern. Enorme Rüstungsanstrengungen unter Präsident Theodore Roosevelt machten die Vereinigten Staaten bis 1907 hinter Großbritannien zur zweitstärksten Seemacht der Welt. Der Bau des strategisch bedeutsamen Panamakanals, der beide Weltmeere miteinander verband, bildete die Basis des US-amerikanischen Imperialismus und ermöglichte eine effektive Kontrolle des kolonialen Besitzes. Um die politische und militärische Sicherheit des Landes auf Dauer gewährleisten zu können, proklamierte Roosevelt das Recht der USA, in mittelamerikanischen Staaten zu intervenieren, wenn US-amerikanische politische oder wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel stehen sollten.
Während die "Dollardiplomatie", d.h. die indirekte politische Einflussnahme mit finanziellen Mitteln, in Mittelamerika erfolgreich war (Panama 1904, Dominikanische Republik 1905, Nicaragua 1909), scheiterte sie in China. Die Fernostpolitik der Vereinigten Staaten beruhte auf dem Mythos des umfassenden Handels mit China, das reale Handelsvolumen betrug jedoch nur drei Prozent. Die imperiale Machtpolitik der USA und die Forderung nach ökonomischer Chancengleichheit (sog. "Politik der offenen Tür") im Fernen Osten und im Pazifikraum schürte den Interessenkonflikt mit der aufstrebenden Großmacht Japan. Dieser machtpolitische Gegensatz belastete die Beziehungen bis zum Zweiten Weltkrieg.
01.05.03, 16:50 # 7 (permalink)
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Nach der Öffnung Japans für die westliche Welt Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Inselreich aufgrund seiner Expansionspolitik schnell zu einer führenden Großmacht in Ostasien. Die rasche Industrialisierung und der starke Bevölkerungsanstieg (1867: 26 Millionen, 1913: 52 Millionen Einwohner) schufen in dem kleinen Land die Grundlagen für imperialistische Ideologien und Machtpolitik.
In zwei siegreichen Kriegen (gegen China 1894/1895, gegen Russland 1904/1905) eroberte Japan Formosa und Korea, gewann die wegen ihrer Bodenschätze begehrte Mandschurei und sicherte sich politischen und ökonomischen Einfluss in China. Japans Großmachtstellung, international anerkannt, beruhte auf der Schlagkraft seines Heeres und seiner Flotte sowie seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Im Gegensatz zu den anderen Weltmächten war Russlands Imperialismus kontinentaler Art. Getrieben vom zaristischen Machtwillen, von der "Jagd nach einer Grenze im ewigen Sibirien", richtete sich der russische Imperialismus auf zwei Ziele: in Ostasien eisfreier Zugang zum Pazifik und in Zentralasien die Beherrschung Persiens und Afghanistans (Zugang zum Indischen Ozean). Große Rüstungsanstrengungen und der Bau der militärstrategisch lebensnotwendigen Transsibirischen Eisenbahn (1891-1904) sollten dieses Ziel verwirklichen helfen. Die Besetzung der begehrten Mandschurei im Jahr 1900 führte vier Jahre später zum Krieg mit Japan. Die Ideologie des russischen Imperialismus war der Panslawismus, die Idee der politischen Einigung aller Slawen unter russischer Führung.
01.05.03, 16:58 # 8 (permalink)
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Mit dem Niedergang der europäischen Mächte nach dem Zweiten Weltkrieg und der Auflösung ihrer Kolonialreiche ging die Epoche des kolonialen Imperialismus zu Ende. Dennoch spielte der Begriff des politischen Imperialismus weiterhin eine Rolle, einerseits im Zusammenhang mit der Politik der USA und der westeuropäischen Staaten, die durch Kreditvergabe, Handelsabkommen und Militärhilfe ihren Einfluss auf ehemalige Kolonien und abhängige Staaten in Afrika, Asien und Südamerika aufrecht erhalten und ausbauen wollten, andererseits bis zum Ende der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Hinblick auf die sowjetische Herrschaft in Osteuropa und die Versuche der UdSSR, durch Unterstützung nationaler Befreiungsbewegungen ihrerseits Einfluss auf die Staaten der "Dritten Welt" zu nehmen.
02.05.03, 16:54 # 9 (permalink)
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Burenkrieg
Daraufhin gingen die Buren zu einer Guerillataktik über, die der Führer der britischen Armee, Horation Lord Kitchener, mit äußerster Härte beantwortete. Er verfolgte eine Taktik der "verbrannten Erde" und zog bewusst die Zivilbevölkerung in den Krieg hinein. Er ließ Farmen zerstören und die Bewohner - hauptsächlich Frauen und Kinder - in Lagern internieren. Über 42 000 Menschen starben während der Haft.
Erst der Friede von Vereeniging beendete im Mai 1902 den Krieg. Die Burenrepubliken wurden dem britischen Kolonialreich einverleibt. Mit Rücksicht auf die Weltmeinung, die sich über die Kriegstaktik der Briten empört hatte, wurden den Unterlegenen relativ milde Friedensbedingungen zugestanden. Sie erhielten u.a. großzügige Kredite für den Wiederaufbau.
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Geändert von Linker Bochumer (02.05.03 um 16:57 Uhr).
02.05.03, 17:15 # 10 (permalink)
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Kurzes Stichwort zur sog. Krüger-Depesche
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