Zitat von Redaktion
Kai Gehring, jugend- und hochschulpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, über seine Vorschläge zur Reform der Bafögregelungen:
http://www.politik.de/information/vi...tikel=281.html
Was halten Sie von seinen Vorschlägen? Sind sie hinreichend, oder sind andere Maßnahmen nötig?
Er hat ja nicht besonders viel gesagt

Elternunabhängige Studienfinanzierung hört sich sehr gut an. Gehen wir mal über den 'Sockelbetrag' hinaus, wäre zu fragen, was er mit 'Bedürftigkeit' meint? Da dürften dann (wenn man von den Eltern und deren Fördermöglichkeiten absieht) fast alle Studenten so bedürftig sein, dass sie auf die Höchstförderung kommen können - welcher Student hat schon große 'eigene' Einkünfte. Ich befürchte, dass der Herr Gehring etwas anderes unter dem
Einstieg in die Elternunabhängige Studienfinanzierung meint ... . Er meint wohl eher eine
noch deutlichere elternabhängige staatliche Förderung, wie sie in Deutschland ohnehin schon gegeben ist.
Zu dem was er als Sockel für alle bezeichnet ist zu sagen, dass das de facto für die meisten Beträge sind, die durch die Eltern der Studierenden erwirtschaftet wurden. Er tut gerade so, als seien das 'Geschenke' des Staates, den er gönnerhaft hier vertreten möchte. Nur für jene, die gar keine Steuern zahlen, sind die Kindergeldbeträge reine Transferleistungen und somit Gelder, die zuvor anderen abgeknüft wurden, d.h. elternunabhängige Mittel für die Studenten. Wir lassen uns nicht durch den billigen Trick veräppeln, der hinter der formalen Umwandlung der Regelung über Kinderfreibeträge auf Transferleistungen steckt. So üppig sind die tatsächlichen staatlichen Förderungen der Familien nicht, wie der Anschein erweckt wird.